Rund 12'000 Gäste am Tag – das Wochenende liess die Besucherrekorde der Skigebiete Titlis und Andermatt purzeln

Unten grau, oben blau und Schnee – dieses Wochenende strömten so viele Besucher wie noch nie in die Skigebiete Engelberg-Titlis und Andermatt-Sedrun.

Janick Wetterwald
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Das vergangene Wochenende liess bei den Titlis-Bergbahnen den Besucherrekord purzeln. «Am Samstag kamen 10'900 Leute, am Sonntag waren es 10'600 Besucher», sagt Marketingchef Peter Reinle. Der bisherige Rekord lag bei 10'200 Besuchern an einem Tag.

Skifahren am Titlis.

Skifahren am Titlis.

PD

Der Richtwert für die Zeit rund um Weihnachten und Silvester liegt am Titlis gemäss Reinle bei etwa 7000 bis 9000 Leuten. «Wir sind wahrlich aus allen Nähten geplatzt, doch markant längere Wartezeiten gab es nur in wenigen Fällen. Ich gratuliere da allen Mitarbeitern, die im Einsatz waren.» Wichtig sei an solchen Tagen sich gegenseitig auszuhelfen, aber auch eine gute Präsenz an den heiklen Stellen sowie Kommunikation mit den Gästen.

Und: Es brauche an solchen Tagen einfach etwas Geduld, das sei ganz normal. Diese Konversation auf Twitter zeigt: Es gab ruhige Orte ohne Rummel und es gab viele Leute am Titlis.

«So ein Wochenende wird sich wohl so schnell nicht wiederholen», sagt Reinle. «Die Feiertage liegen gut, in Engelberg waren alle Hotels ausgebucht und wir hatten praktisch alle Pisten offen.»

Rekord auch in Andermatt

In Andermatt tönt es ähnlich wie in Engelberg: «Wir hatten an beiden Tagen über 12'000 Besucher bei uns im Skigebiet – das ist Rekord», sagt Stefan Kern, Leiter Kommunikation der Skiarena Andermatt-Sedrun. Das trübe Wetter ohne Schnee im Flachland sorge laut Kern dafür, dass noch mehr Leute als sonst in die Berge gehen.

Gondel-Probleme auf der Frutt

Daniel Dommann, Geschäftsführer der Sportbahnen Melchsee-Frutt, spricht ebenfalls von einem guten Wochenende mit bis zu 8000 Gästen pro Tag  – und der Ansturm sei auch am Montag gross gewesen. «Ich kann mich nicht erinnern, drei solch gute Tage hintereinander erlebt zu haben.»

Für zusätzliche Hektik sorgte am Samstagnachmittag ein Ausfall der Gondelbahn zwischen Melchsee-Frutt und Stöckalp für rund 20 Minuten. Laut Dommann hat nach einem Schlag durch eine Gondel eine mechanische Sicherung ausgelöst. «Das ist ein seltener Vorfall, der zu einem automatischen Stopp führt. Wir haben umgehend die Gäste in den Gondeln und beim Einstieg informiert.» Die Talabfahrt war geschlossen, was sowieso schon zu einem höheren Besucheraufmarsch vor dem Gondel-Einstieg geführt habe. Die meisten Gäste haben gemäss Dommann Verständnis für die Situation gezeigt.

Auch die «Kleinen» im Hoch

Auf der Klewenalp war der Sonntag ebenfalls ein Spitzentag. Geschäftsführer Roger Joss sagt: «Die Luftseilbahn Beckenried-Klewenalp transportierte 3500 Gäste, das gab es sicher die letzten sechs Jahre nicht, wohl noch gar nie.» Bei den Brunni-Bahnen ist zwar das Skigebiet gar nicht offen, doch die Leute strömten trotzdem an die sonnige Bergseite bei Engelberg. «Wir waren am Limit mit insgesamt 2600 Besuchern am Sonntag. Der Ansturm führte zu längeren Wartezeiten», sagt Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen. Besonders beliebt seien die Schlittelpiste und der Yeti-Park gewesen.

Lawine in Sörenberg auf Skipiste

Im Skigebiet Sörenberg ist am Montagmittag eine Gleitschneelawine niedergegangen. Sie verschüttete einen Abschnitt der Talabfahrt vom Brienzer Rothorn Richtung Dorf. Personen waren vom Lawinenabgang nicht betroffen, wie die Luzerner Polizei mitteilte. (Zum Artikel »)

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