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SAISON: Wir sind startklar für den Frühling

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, die Pflanzen spriessen. Die Zeichen sind eindeutig: Der Frühling ist da. Das geniessen auch unsere vier Protagonisten – auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
Martina Odermatt
Leon (von links), Michelle, Nico und Luca geniessen die Sonne. (Bild: Roger Grütter (Neuenkirch, 23. März 2017))

Leon (von links), Michelle, Nico und Luca geniessen die Sonne. (Bild: Roger Grütter (Neuenkirch, 23. März 2017))

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Claudia Hummel, Hobby-Gärtnerin

Wer seine kleinen Leiden gerne mit Kräutern behandeln möchte, der ist bei Claudia Hummel (50) aus Oberkirch gut aufgehoben. Sie kennt sich aus in der Welt der Kräuter. Naheliegend, dass sie auch oft mit einer Tasse Tee in der Hand anzutreffen ist. «Ja ich trinke wirklich viel Tee», bestätigt sie und lacht. Im Sommer richte sie diesen kalt an und fügt dem Wasser erfrischende Kräuter hinzu, etwa Zitronenmelisse. Doch aufgepasst: Nicht jedes Kraut ist für jedermann verträglich. «Ich habe auch schon erlebt, dass jemandem eine Tinktur gar nicht gut bekam.»

Nebst ihrem eigenen Garten pflegt die 50-Jährige auch ein Beet beim Klostergarten in Sursee. Dort pflanzt sie mit ihren Kolleginnen Monika Ambühl und Hanny Bättig diverse Kräuter und Blumen an. «Die meisten blühen aber erst im Sommer», sagt Hummel. Im Klostergarten ist Hummel erst seit zwei, drei Jahren. «Ich wurde angefragt, und da ich sowieso gerne etwas mehr gärtnern wollte, habe ich zugesagt.»

Fritz Neuenschwander, Bauer

Bauer Fritz Neuenschwander aus Rickenbach stochert mit einem kleinen Ast in der Erde. Er prüft, wie weit die Sonnenblumensamen, die er vor zwei Wochen gesät hat, schon gewachsen sind. Ganz knapp schauen die Pflanzen aus dem Boden. «Das sieht sehr gut aus», sagt er zufrieden und legt das Flies wieder über die Setzlinge. So sind sie vor Wind und Bodenfrost geschützt und können gerade zu Beginn besser wachsen. «Im Moment können wir einige Arbeiten auf dem Hof erledigen», erklärt Neuenschwander. Die Natur sei gerade erst erwacht. «Hier oben, auf 800 Metern ü. M., dauert es meist noch etwas länger als im Tal. Unten sieht man bereits die Kühe auf den Weiden.» Seine Hochlandrinder würden aber erst etwa in zwei bis drei Wochen auf die Wiese geschickt. «In erster Linie geht es jetzt sozusagen um den Frühlingsputz auf dem Hof.» Konkret heisse das, die Schäden, die der Winter hinterlassen hat, wieder zu reparieren. Das Gehege für die drei Esel muss beispielsweise wieder in Stand gesetzt werden. Einige Latten müssen wieder neu eingesetzt, der elektrische Zaun neu gezogen werden. Generell verlaufe der Frühling aus Sicht der Bauern bis jetzt fast wunschgemäss, sagt er froh. «Die Pflanzen wachsen langsam, aber stetig. Das ist besser, als wenn sie in kurzer Zeit sehr viel wachsen.»

Anna, Michelle, Nico, Luca und Leon

Die Kinder geniessen sichtlich die Zeit, die sie wieder vermehrt im Freien verbringen können. «Schau mal, die Schildkröte ist aus dem Winterschlaf erwacht», sagt Michelle aufgeregt. Es ist der Höhepunkt des Tages. Auch Nico freut sich, dass er jetzt wieder mehr Tiere in der Natur beobachten kann. Am Morgen wurden Bussarde und Milane am Himmel gesichtet. Die Kinder der Bauernhofkrippe in Sempach Station verbringen fast jeden Tag mindestens teilweise im Freien. Die fünfjährige Anna ist froh, muss sie jetzt nicht mehr so viele Kleiderschichten anziehen. Im Frühling pflückt sie gerne Blumen. Schlüsselblumen seien ihre liebsten, sagt sie. Diese legt sie dann zum Trocknen in die Sonne, damit man sie später im Tee aufbrühen kann.

Den Frühling eingeläutet haben für die Kinder jedoch nicht die Blumen, sondern die Kastanien, deren Vorräte langsam ausgehen. Die Kastanien werden in den kalten Tagen jeweils im Tipi-Zelt geröstet und danach von den Kindern verschlungen. Anna weiss immer genau, wann die neue Jahreszeit beginnt:«Frühling ist, wenn es zum Zvieri keine Marroni mehr gibt.»

Berta Isenegger, Seniorin

Für Berta Isenegger haben alle Jahreszeiten ihre Vor- und Nachteile. Doch der Frühling ist für die 82-Jährige Bewohnerin aus dem Zentrum Eymatt in Nottwil immer wieder etwas Besonderes. «Jedes Jahr kann ich es kaum erwarten, wenn die Natur endlich aus ihrem Winterschlaf erwacht», sagt sie. Wenn die bunten Frühlingsblumen die Nebelschwaden vertreiben und der Schnee langsam schmilzt, dann «bereitet mir das einfach ein gutes Gefühl». Frühlingsblumen sind ihre absoluten Lieblinge. «Generell finde ich alle Blumen schön, doch im Frühling haben sie eine ganz andere Wirkung.» Im Winter sorge einzig die Weihnachtsstern-Blume für einen Farbtupfer.

Im Frühling mache alles mehr Freude, sogar das Aufstehen am Morgen, findet Berta Isenegger. «Man hat doch automatisch mehr Lust aufzustehen, wenn die Sonne ins Zimmer scheint.»

Auch das Einkaufen im naheliegenden Grossverteiler ist für Berta Isenegger jetzt wieder etwas einfacher, weil sie nicht mehr durch den Schnee stapfen muss. Und natürlich freut sie sich auch auf die kommenden Ausflüge des Zen­trums. Der nächste ist bereits geplant.

Claudia Hummel bringt den Klostergarten in Sursee auf Vordermann. (Bild: Roger Grütter (23. März 2017))

Claudia Hummel bringt den Klostergarten in Sursee auf Vordermann. (Bild: Roger Grütter (23. März 2017))

Fritz Neuenschwander prüft, ob seine Sonnenblumen spriessen. (Bild: Roger Grütter (Rickenbach, 23. März 2017))

Fritz Neuenschwander prüft, ob seine Sonnenblumen spriessen. (Bild: Roger Grütter (Rickenbach, 23. März 2017))

Im Bild ist Berta Isenegger 82j. auf der Terrasse des Seniorenheims Eymatt in Nottwil. (Bild: Roger Grütter (Nottwil, 23. März 2017))

Im Bild ist Berta Isenegger 82j. auf der Terrasse des Seniorenheims Eymatt in Nottwil. (Bild: Roger Grütter (Nottwil, 23. März 2017))

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