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SATTEL: Die Barrieren waren offen – Warnsignale blinkten vergeblich

Im Mai 2014 ist in Sattel auf einem Bahnübergang ein Zug mit einem Auto kollidiert. Gemäss Schlussbericht hatte der Lokführer freie Fahrt erwartet und Warnungen übersehen – gleichzeitig waren die Barrieren offen. Der Autofahrer war beim Unfall schwer verletzt worden.
Bei einer Kollision zwischen einem Auto und einem Zug wurde ein 58-jähriger Autofahrer verletzt. (Bild Kapo Schwyz)

Bei einer Kollision zwischen einem Auto und einem Zug wurde ein 58-jähriger Autofahrer verletzt. (Bild Kapo Schwyz)

Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST hat am Montag den Schlussbericht zu dem Unfall veröffentlicht, bei dem ein Autofahrer mittelschwer verletzt worden war. Zug und Auto waren am 9. Mai 2014 auf dem Bahnübergang nach dem Bahnhof Sattel zusammengestossen.

Gemäss des Berichtes hatte der Lokführer des Voralpen-Express Luzern-St. Gallen wegen seines Fahrplans damit gerechnet, dass das Ausfahrtssignal in Sattel offen sei. Der Zug kann dort normalerweise durchfahren. Als Usache steht für die Verfasser des Berichts fest: «Die Kollision zwischen Zug und Auto ist darauf zurückzuführen, dass der Lokführer weder auf das 'Warnung' zeigende Ausfahrvorsignal noch auf das 'Halt' zeigende Ausfahrsignal reagierte.» Zudem hatten am Bahnübergang, an dem der Unfall geschah, die Barrieren noch nicht gesenkt.

Zwangsbremsung ausgelöst

Der Zug, der mit 65 km/h unterwegs war, wurde darauf durch eine Zwangsbremsung abgebremst, so dass er bei der Kollision nur noch eine Geschwindigkeit von 24 km/h hatte. Der Lokführer gab zudem Warnsignale ab.

Die Fahrdienstleiterin in der Betriebsleitzentrale Herisau hatte festgestellt, dass das Ausfahrtssignal nicht automatisch auf grün gestellt hatte. Ihr Versuch, im manuellen Betrieb das Signal zu stellen, fruchtete nicht. Als sie bemerkte, dass der Lokführer das auf Halt gestellte Ausfahrtsignal überfuhr, schloss sie die Barrieren der nächsten drei Bahnübergänge. Für den am nächsten beim Bahnhof gelegenen Übergang kam dies aber zu spät.

sda/rem/cv

Die Unfallstelle in Sattel. (Bild Kantonspolizei Schwyz / SUST)

Die Unfallstelle in Sattel. (Bild Kantonspolizei Schwyz / SUST)

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