SATTEL: Längste Fussgängerhängebrücke der Welt

Bis 2013 will die Sattel-Hochstuckli AG über 7,5 Millionen Franken investieren. Kernstücke sind eine rund 360 Meter lange Fussgängerhängebrücke und eine Beschneiungsanlage.

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So könnte die Hängebrücke aussehen. (Bild pd)

So könnte die Hängebrücke aussehen. (Bild pd)

Die Hängebrücke «Stuckli Sky Walk» ist über das Lauitobel geplant – unmittelbar südlich der Bergstation der Drehgondelbahn Stuckli Rondo, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Brücke – es wäre zurzeit weltweit die längste, wie es weiter heisst – führt über die Sommerrodelbahn, wo sie als Aussichtsplattform für den Rodelbetrieb dient, in etwa 50 Meter über dem Boden. Ein neuer Fussweg verbindet die Brücke mit dem Berggasthaus Herrenboden. Dadurch entsteht eine neue, ganzjahrestaugliche und auch kinderwagen- und rollstuhlgeeignete Wegverbindung zwischen Mostelberg und Herrenboden (siehe Darstellung unten, Bild pd). Im kommenden Sommer, als auf das 5-Jahre-Jubiläum der Drehgondelbahn hin, soll das Bauwerk eröffnet werden. Diese Brücke soll als Anziehungspunkt Gäste auch in den weniger ausgelasteten Betriebszeiten ins Gebiet locken.

Zwei Millionen aus eigenen Mitteln
Die geplanten Investitionen erfordern eine Aktienkapitalerhöhung von 1,5 Millionen Franken. Eine Million will Sattel-Hochstuckli mit Sponsoring vor allem für die Fussgängerhängebrücke aufbringen. (Ein Meter Hängebrücke – versehen mit einem Sponsorentäfelchen – ist für 1500 Franken zu haben.) Der Finanzierungsmix umfasst weiter Bankkredite, Privatdarlehen und öffentlichen Gelder (Investitionshilfe-Darlehen, a-fond perdu-Beiträge). Fast zwei Millionen sollen aus eigenen Mitteln erwirtschaftet werden.

Schneesicherheit gewährleisten
Im Winter möchte die Sattel-Hochstuckli AG zudem die Schneesicherheit mit dem Bau einer Beschneiungsanlage gewährleisten. Eckpunkte der Anlage bilden die Wasserfassung in der Steineraa bei der Talstation und ein Speicherweiher bei der Bergstation des Skiliftes Bärenfang. Die Realisierung der Beschneiung erfolgt in mehreren, über fünf bis sieben Jahre verteilte, Etappen. Schlussendlich wird es möglich sein, die Hauptpisten des ganzen Gebietes mit Propellermaschinen und Schneelanzen zu beschneien. Verbunden mit dem Beschneiungsprojekt sind diverse Pistenverbesserungen und der Ausbau des Schlittelweges Mostelberg-Sattel. Zudem ist im Zusammenhang mit dem Ausbau des Winter-Kinderlandes Engelstock die bessere Anbindung der Anlagen am Engelstock an die Gondelbahn im Mostelberg und an die weiteren Anlagen im Herrenboden geplant.

Ebenfalls verbessern will Sattel-Hochstuckli seinen Auftritt, da die Entwicklung der Vielfalt des Angebotes die Kommunikation zunehmend schwieriger mache. Man wolle gegen aussen einen prägnanten Auftritt realisieren und mit markanten Botschaften die Gäste ins Gebiet holen, wie es weiter heisst.

scd