SATTEL: Post will Filiale schliessen

Die Post stuft die Nutzung der Postfiliale in Sattel als «unbefriedigend» ein. Deshalb will sie, gegen den Widerstand der Gemeindevertreter, im neuen Volg-Laden eine Agentur einrichten und die die bestehende Filiale schliessen

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Die Post im Dorfladen: Manuela Müller frankiert im April 2009 im Willi-Beck in Hellbühl ein Paket. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Post im Dorfladen: Manuela Müller frankiert im April 2009 im Willi-Beck in Hellbühl ein Paket. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Postschalter in Sattel verzeichnet im Tagesmittel 140 Einzahlungen, 154 Briefe – davon allerdings nur 49 von Privatkunden – und 21 Pakete verzeichnet (zehn von privater Kundschaft). Hinzu kommt die Abholung von 20 eingeschriebenen Sendungen. In Anbetracht der langen Öffnungszeiten stuft die Post laut Mitteilung vom Dienstag die Nutzung der Dienstleistungen als unbefriedigend ein.

Gemeinderat setzt sich für Poststelle ein

Als Alternativen zur Beibehaltung der heutigen Filiale mit kürzeren Öffnungszeiten oder zu einer ersatzlosen Aufhebung präsentierte die Post den Gemeindevertretern die Modelle Agentur («Post beim Partner») und Hausservice («Post an der Haustüre»).

Bei den Gesprächen mit der Behörde sei es aber zu keiner Einigung gekommen. Der Gemeinderat von Sattel plädierte unter Verweis auf das starke Bevölkerungswachstum für die Weiterführung der Poststelle mit angepassten Schalteröffnungszeiten.

Post will Agenturlösung

Nach Abwägung aller Fakten und Argumente hat sich die Post nun für eine Agenturpartnerschaft mit der Landi Schwyz, der Betreiberin des Volg-Ladens, entschieden. Die «Post beim Partner» biete attraktive Öffnungszeiten und bei den Briefen und Paketen ein Grundsortiment, das die täglich nachgefragten Dienstleistungen abdeckt. Mit der PostFinance Card sind Geldbezüge und bargeldlose Einzahlungen möglich, Letzteres auch mit den Maestro-Karten der Banken.

Solange die neue Lösung nicht umgesetzt ist, bleibt die Filiale Sattel in Betrieb.

pd/bep