SBB: Bundesrat soll Bahn-Engpässe angehen

Ab 2020 drohen im Schienenverkehr Engpässe im Grossraum Zug-Rotkreuz, Arth-Goldau und Erstfeld sowie bei der Verbindung nach Zürich. Die Kantone Schwyz, Uri und Zug fordern deshalb den Bundesrat zum Handeln auf.

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Ab 2020 drohen Engpässe im Schienenverkehr. (Symbolbild Keystone)

Ab 2020 drohen Engpässe im Schienenverkehr. (Symbolbild Keystone)

Der Gotthard-Basistunnel und der Ceneritunnel werden voraussichtlich im Jahr 2019 für den Bahnverkehr zur Verfügung stehen. Dies werde den internationalen Bahngüterverkehr anziehen, vermuten die Kantone Schwyz, Uri und Zug. Es würden sich jedoch bereits jetzt Kapazitätsengpässe abzeichnen, teilen die Kantone mit.

So sei davon auszugehen, dass es ab 2020 zu Engpässen auf dem Schienennetz komme, die zu einem Konkurrenzkampf um die Bahntrassen zwischen S-Bahn und Personenfernverkehr einerseits und Güterverkehr andererseits führen werden. Dieses Szenario könnte beispielsweise zu einem Abbau des Angebots im Personenverkehr ab Arth-Goldau zu Gunsten des Güterverkehrs führen.

Die drei Zentralschweizer Kantone wünschen in einer gemeinsamen Eingabe an den Bundesrat, dass solche Szenarien frühzeitig in die Planung der Bahninfrastruktur einbezogen werden.

Bis 2010 muss der Bund eine zweite Vorlage zum Ausbau der Bahninfrastruktur und deren Finanzierung (ZEB II) vorlegen. Die drei Kantonsregierungen finden es wichtig, dass der Bundesrat Infrastrukturausbauten in die Vorlage ZEB II aufnimmt, die die Sicherung und den angemessenen Ausbau des S-Bahn- und Personenfernverkehrs im Raum Zug, Rotkreuz, Arth-Goldau und Erstfeld ermöglichen.

ana