SCHADSTOFFE: Ozon: Die meisten Übertretungen auf der Rigi

Im Sommer 2009 traten in der Zentralschweiz keine Spitzenbelastungen durch Ozon auf, ähnlich wie in den zwei Jahren zuvor. Und dies obwohl der diesjährige Sommer sehr warm war.

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Blick von der Rigi an einem Sommertag. (Archivbild Dave Schläpfer/Neue LZ)

Blick von der Rigi an einem Sommertag. (Archivbild Dave Schläpfer/Neue LZ)

Wie ein Rückblick auf die Ozonbelastungen in der Zentralschweiz zeigt, haben die meisten Stationen des «In-Luft»-Messnetzes zwischen März und August hohe, aber keine Spitzenbelastungen registriert, wie die Zentralschweizer Umweltdirektionen mitteilt. Das heisst: Die Messungen lagen wohl mehrfach über dem Stundenmittel-Grenzwert von 120 ?g/m³, der gemäss Luftreinhalte- Verordnung einmal pro Jahr überschritten werden darf; sie erreichten dagegen nie die behördliche Informationsschwelle von 180 ?g/m³, die dem Anderthalbfachen des Grenzwertes entspricht.

Am wenigsten Überschreitungen in Luzern
Am häufigsten wurde der Grenzwert auf der Rigi überschritten, nämlich 438-mal. Am wenigsten häufig – 49-mal – war dies an der Museggstrasse in Luzern der Fall. Beim Gros der Messstationen lag die Zahl der Überschreitungen im Bereich von 90 bis 190, verteilt auf 16 bis 41 Tage. Die Monate April und August boten die besten meteorologischen Bedingungen für erhöhte Ozonbelastungen. Beide Monate waren nämlich laut MeteoSchweiz sehr warm und überdurchschnittlich sonnig, der April auch niederschlagsarm.

Mit Ausnahme der Jahre 2006 und 2003 mit Spitzenbelastungen liegen die Ozonwerte schon mehrere Jahre auf einem vergleichbaren Niveau, wie es weiter heisst. Jährliche Schwankungen seien zumeist wetterbedingt. Auch in diesem Sommer sorgte das häufige Wechselspiel zwischen Sonnenschein und Regen, Hitze und Abkühlung sorgte dafür, dass sich keine lang andauernden Perioden mit sehr hohen Ozonbelastungen bilden konnten.

scd