SCHALTERSTERBEN: Post: Diese Stellen sind gefährdet

Die Schweizerische Post passt ihr Netz an. Bis Ende 2011 werden 420 Standorte überprüft. Eine Liste zeigt, welche Ortschaften betroffen sind.

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Die Poststelle in Ennetmoos wird auf ihre Rentabilität hin überprüft. (Bild Oliver Mattmann/Neue NZ)

Die Poststelle in Ennetmoos wird auf ihre Rentabilität hin überprüft. (Bild Oliver Mattmann/Neue NZ)

Die Post müsse ihr Verkaufsnetz den neuen Anforderungen anpassen, um sich auf das veränderte Kundenverhalten auszurichten und wirtschaftlicher zu werden, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens. Dies, weil von 2000 bis 2008 46 Prozent weniger Briefe und Pakete verschickt sowie 17 Prozent weniger Einzahlungen gemacht worden seien.

Per 1. April betreibt die Post 2380 Zugangspunkte (davon 2154 Poststellen, 226 Agenturen) und 1123 Haus-Services. Bis Ende 2011 werden laut Mitteilung rund 420 Standorte überprüft. Die Post wolle «jeden Standort individuell, mit grosser Sorgfalt und im Dialog mit allen Betroffenen» überprüfen, heisst es.

Liste im Internet schafft Klarheit
Das Unternehmen bedauere, dass falsche Listen in Umlauf gebracht worden seien, auf denen Poststellen aufgeführt sind, die überprüft werden sollen. Um den Unsicherheiten zu begegnen, habe die Post nun laut Mitteilung festgelegt, welche Stellen sie bis 2011 überprüfen wird. Diese Standorte sind im Internet publiziert, die Liste wird quartalsweise angepasst.

Wie aus dieser Liste zu entnehmen ist, werden in der ganzen Zentralschweiz 28 Poststellen überprüft. Im Kanton Luzern sind 14 Stellen betroffen, unter anderem die Standorte Sörenberg, Menzberg oder St. Urban. Im Kanton Nidwalden wird vorläufig einzig die Stelle in Ennetmoos überprüft, in Obwalden und im Kanton Zug sind keine Überprüfungen vorgesehen. Vier Poststellen werden im Kanton Schwyz näher betrachtet und insgesamt neun im Kanton Uri.    

EC-Karte gilt in den Postagenturen
In den Postagenturen werden mittelfristig für Einzahlungen auch EC- und Maestro-Karten akzeptiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Dies erlaube es einer breiten Bevölkerung, ihren Zahlungsverkehr vollumfänglich auch in der «Post im Dorfladen» abzuwickeln. Möglich wird dies ab dem 1.Quartal 2010.

ana