SCHIESSANLAGE: Kanton solidarisiert sich mit Schützen

Eine Kommission des Kantonsrats stellt sich hinter die Schiessvereine im Kanton. Sie haben die Kugelfänge ihrer bis zu 90 Schiessanlagen für total 17,5 Millionen Franken zu sanieren.

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Die Schiessanlage Selgis in Muotathal. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die Schiessanlage Selgis in Muotathal. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Dabei geht es um die Entfernung von alten und schwermetallhaltigen Munitionsrückständen. Bis anhin haben die Schiessvereine und die Gemeinden diese Kosten zu tragen.

2008 hatte der Kantonsrat von der Regierung gegen deren Willen eine Vorlage gefordert, welche auch den Kanton zum Mitzahlen verpflichtet. Sie liegt vor und wurde jetzt von der Kommission für Raumplanung, Umwelt und Verkehr (Ruvko) vorberaten. Die Kommission ist mehrheitlich der Meinung, «dass aus Gründen der Solidarität mit den Schützen und den Gemeinden ein Beitrag des Kantons unverzichtbar sei».
Dem Kantonsrat werden jetzt aber Änderungen vorgeschlagen. Es sollen keine Maximalbeträge in die Verordnung geschrieben und nicht zwischen weiterbetriebenen und stillgelegten Schiessanlagen unterschieden werden. Zudem solle der Kantonsbeitrag generell auf 30 Prozent fixiert werden. Auch solle der Kanton nur bis 2025 zu Beiträgen verpflichtet werden, nicht bis ins Jahr 2030.

Bert Schnüriger / Neue SZ