SCHILLIGER: Sägewerk in Luterbach wird nicht gebaut

Das Küssnachter Holzunternehmen Schilliger hat seine Pläne, in Luterbach ein Sägewerk zu bauen, verworfen. Die Solothurner Regierung versteht, aber bedauert den Entscheid.

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Blick auf den geplanten «Holzcluster Lutherbach». (Visualisierung pd)

Blick auf den geplanten «Holzcluster Lutherbach». (Visualisierung pd)

Als einer von mehreren Anbietern hat sich die Schilliger Holz AG um die Übernahme der Klenk Holz France im französischen Volgelsheim bemüht, wie das Unternehmen mitteilt. Das zuständige Gericht in Colmar hat nun den Zuschlag an Schilliger erteilt. Mit 120 Mitarbeitern wird an diesem Standort in Frankreich ein modernes, sehr leistungsfähiges Sägewerk mit gut ausgebauter Weiterverarbeitung betrieben. Aus diesem Grund wird gemäss dem «Regionaljournal Zentralschweiz» das evaluierte Projekt in Luterbach verworfen. Das geplante Investitionsvolumen betrug 100 Mio. Franken. Im zusammen mit der Borregard Schweiz AG und der AEK Energie AG hätten im so genannten «Holzcluster Lutherbach» 100 bis 120 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

«Ein herber Rückschlag»
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Entscheid der Firma gemäss einer Mitteilung der Staatskanzlei Solothurn «nachvollziehbar». Volkswirtschaftlich sei dieser Entscheid für den Kanton jedoch ein herber Rückschlag, wie es weiter heisst. Eine Arbeitsgruppe habe die neue Ausgangslage analysiert. Auch die Neuansiedlung einer Firma soll möglich sein. «Der Standort Luterbach mit Gleisanschluss ist für Betriebe interessant, die eine optimale Lage im Herzen der Schweiz suchen und für die Ansiedlung eine eingespielte Organisation erwarten.»

scd