SCHINDELLEGI: Schwyzer Investor sorgt für Unruhe beim HSV

Mit über 20 Millionen will Klaus-Michael Kühne den deutschen Bundesligisten Hamburger SV unterstützen – und das ohne Mitspracherecht. Doch genau daran scheint sich der Milliardär aus Schindellegi nicht zu halten.

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Klaus-Michael Kühne. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Klaus-Michael Kühne. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Investor Kühne geht auf Spieler los». So titelt das Online-Portal Bild.de am Donnerstag, 18. August einen Artikel über Ärger beim HSV. Hintergrund: Vor rund einem Monat schloss der deutsche Bundesligist mit dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne aus Schindellegi (Kühne + Nagel) einen millionenschweren Investorendeal ab. Bereits beim Abschluss des sogenannten «Anstoss hoch 3»-Deals traten Kritiker auf den Plan. Sie befürchteten, dass Kühne mit seinem Engagement (man spricht von gut 20 Millionen Franken) auch ein gewisses Mass an Mitspracherecht einfordern würde.

Skepsis gegenüber den Neuzugängen
Nun scheinen sich diese Befürchtungen zu bewahrheiten: Kühne soll sich laut Bild.de mit öffentlichen Aussagen in die Vereinspolitik der Hanseaten einmischen. Und dies entegegen seinen früheren Beteuerungen, das er nicht an einem Mitspracherecht interessiert sei («Ich habe weder Zeit und Lust dazu, einen Fussballverein mitzuregieren.»). Nach Angaben des Hamburger Abendblatts kritisiert Klaus-Michael Kühne insbesondere die Transferpolitik des Hamburger SV. Die Neuzugänge Heiko Westermann und Gojko Kacar betrachte Nagel skeptisch. Er habe sich noch nicht entschlossen, wo und ob er schliesslich in die Neuzugänge investiere. Schliesslich hatte Kühne bereits beim Abschluss des Investorendeals unmissverständlich klar genacht, dass er ausschliesslich in absolute Topspieler investieren wolle.

Unmut über Siegentaler Absage
Und schliesslich gibt es noch einen weiteren Punkt, der das gute Verhältnis zwischen dem schwerreichen Schwyzer Unternehmer und dem Traditionsverein aus Hamburg trübt: Kühne ist verstimmt, weil die bereits beschlossene Verpflichtung von Urs Siegenthaler (62) als Sportlicher Leiter des HSV im letzten Moment geplatzt ist. Der Schweizer Siegenthaler bleibt nun doch Chef-Scout bei der deutschen Nationalmannschaft und erteilte dem HSV eine Absage. Dabei waren es nicht zuletzt auch die guten Gespräche mit Siegenthaler die Kühne dazu bewogen, sich beim HSV finanziell zu engagieren.

zim/rem