SCHMUTZIGER DONNERSTAG SATTEL: Maschgraden tanzten im Neuschnee

Der Schmutzige Donnerstag in Sattel wurde von Frau Holle kräftig unterstützt. Der viele Schnee tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch.

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Die Sattler Strassenfasnacht trotzte dem Winter. So wurde einfach im Neuschnee getanzt. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Sattler Strassenfasnacht trotzte dem Winter. So wurde einfach im Neuschnee getanzt. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Frau Holle hat Spass an der Fasnacht. Anders kann es wohl nicht sein, denn sonst hätte sie ihre Daunendecken nicht just zum Sattler Schmutzigen Donnerstag so kräftig geschüttelt. Vom Neuschnee liessen sich die Maschgraden allerdings nicht abhalten, sie tanzten ihren Narrentanz trotz der weissen Pracht im Neuschnee.

Schon am frühen Morgen war im Dorf eine stattliche Rott von nahezu 120 Maschgraden auszumachen. Sie belebten mit ihrem Treiben die Sattler Strassenfasnacht. Am Nachmittag ging es dann im gleichen Stile weiter. Hudis, Indianerinnen, Alte Herren, Bauern, Tiroler und gar Wikinger belebten die Rott. Nachmittags um 16 Uhr versammelten sie sich traditionell auf dem Hudiplatz, um gemeinsam zu nüsseln. Während es die Maschgraden wie jedes Jahr toll fanden, die närrische Zeit so richtig zu geniessen und auszuleben, gab es doch welche, denen war sie zu kalt. «Sie ist schön, aber es ist nicht gerade angenehm, draussen auf die Maschgraden zu warten», meinte eine Gruppe Kinder. Für eine Rutschpartie vom grossen, kühlen Schneehaufen reichte es trotzdem.

Erhard Gick