Schüler schummeln mit Handys

Der Spickzettel hat ausgedient. Die Schüler schummeln sich mit andern Tricks zu guten Noten durch - mit Hilfe von Smartphones. Die Schulen reagieren.

Drucken
Teilen
Das Smartphone ist vielseitig einsetzbar - wie Surfen auf dem Internet. (Symbolbild /Neue LZ)

Das Smartphone ist vielseitig einsetzbar - wie Surfen auf dem Internet. (Symbolbild /Neue LZ)

Schnell die Prüfung für die Parallelklasse abfotografieren, schnell auf dem Internet nach der richtigen Antwort auf die schwierigen Fragen suchen: Immer mehr nutzen Schüler die Vorteile der Smartphones, um die Noten aufzubessern. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass Smartphones und Handys im Unterricht vermehrt eine Rolle spielen», sagt Hubert Imhof, Prorektor an der Kantonsschule Alpenquai in Luzern.

Schüler unter Druck setzen

Um Schummeleien zu verhindern, greifen Schulen und Lehrer zu unterschiedlichen Mitteln. Die einen erlassen ein Handy-Verbot, die andern setzen auf Zeitdruck, damit den Schülern kaum Möglichkeit zum Googeln bleibt. Auch wenn Schüler beim Schummeln oder schlicht beim verbotenen Gebrauch des Natels erwischt werden, gibt es verschiedene Arten von Strafen. Wer zum Beispiel in Willisau sein Handy auf dem Schulareal eingeschaltet lässt, muss das Gerät für drei Tage abgeben. An andern Orten werden Schüler, die beim Schummeln ertappt werden, mit einem Abzug bei den Noten bestraft. Die neuen Geräte fordern die Schulen generell immer mehr heraus. So kommt es vor, dass Schüler – eher als persönliche Herausforderung – versuchen, lokale Netzwerke zu manipulieren.

Smartphones integrieren

Die Schulen wollen sich aber der Entwicklung auf dem Handy-Markt nicht verschliessen. Immer mehr nutzen sie die moderne Technik dazu, Wissen im Unterricht zu vermitteln und auszutauschen. Dazu werden unter anderem Plattformen geschaffen, auf denen Schüler und Lehrer ihre Daten platzieren können.

Guido Felder/ks

Den ganzen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 3. Juli 2011 oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.