SCHÜTZENSWERTE LANDSCHAFTEN: Lauerzersee ist keine Smaragd-Landschaft

Der Regierungsrat Schwyz lehnt die Aufnahme der Gebiete Moorlandschaft Rothenthurm, Lauerzersee und Pragel in das europäische Smaragd-Netzwerk schützenswerter Landschaften ab.

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Der Lauerzersee soll nicht ins europäische Smaragd-Netzwerk schützenswerter Landschaften aufgenommen werden. (Archivbild Peter Fischli/Neue LZ)

Der Lauerzersee soll nicht ins europäische Smaragd-Netzwerk schützenswerter Landschaften aufgenommen werden. (Archivbild Peter Fischli/Neue LZ)

Die Schweiz ist Mitglied des Überein-kommens über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (Berner Konvention). Im Rahmen dieser Konvention sollen die Mitgliedstaaten besonders schützenswerte Landschaften für ein so genanntes Smaragd-Netzwerk zu benennen.

Im Kanton Schwyz kamen die Moorlandschaft Rothenthurm, der Lauerzersee und der Pragel als Smaragdgebiete in Frage. Die Anmeldung dieser bereits national und kantonal geschützten Landschaften beim Europarat hätte eine europäische Anerkennung zur Folge und die Verpflichtung, den Wert dieser Gebiete zu erhalten.

Gemeinden dagegen, Regierungsrat auch
Die betroffenen Gemeinden Rothenthurm, Lauerz und Muotathal sowie der Bezirk Einsiedeln sprachen sich in einer Umfrage des Umweltdepartements alle gegen einen Beitritt zum Smaragd-Netzwerk aus. Als Hauptgrund wurde der bereits ausreichende Schutz dieser Gebiete genannt. Zudem wurde befürchtet, der Beitritt könnte Veränderungen der Schutzbestimmungen nach sich ziehen.

Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat entschieden, dass Gebiete in der Schweiz nur mit ausdrücklicher Zustimmung der betroffenen Kantone beim Europarat angemeldet werden. Auch im Kanton Schwyz sollen Gebiete nur mit Zustimmung der betroffenen Gemeinden bezeichnet werden. Daher hat sich der Regierungsrat gegen einen Beitritt zum Smaragd-Netzwerk ausgesprochen.

ana