SCHULEINTRITT: Eltern sollen auch Verantwortung tragen

Ist mein Kind reif für den Schuleintritt oder nicht? Diese Frage sollen die Eltern beantworten. Abschliessend.

Drucken
Teilen
Der Schuleintritt ist eine wichtige Phase für Kinder. Bewältigen sie diesen ohne Probleme, ist die Schule eine positive Herausforderung. (Bild Keystone)

Der Schuleintritt ist eine wichtige Phase für Kinder. Bewältigen sie diesen ohne Probleme, ist die Schule eine positive Herausforderung. (Bild Keystone)

Eltern sollen wählen können, ob sie ihr Kind beim Eintritt in die obligatorische Schule ein Jahr zurückstellen möchten. Das verlangen die CVP-Kantonsräte Adrian Dummermuth (Goldau), Armin Camenzind (Küssnacht), Annemarie Langenegger (Brunnen), Franz Rutz (Hurden), Peter Steinegger (Schwyz) und Heinrich Züger (Schübelbach) in einer Motion.

Die Schulpflicht beginnt im Kanton Schwyz mit dem Eintritt in den obligatorischen Einjahres-Kindergarten. Kinder, die bis zum 31. Juli des laufenden Schuljahres das 5. Altersjahr vollenden, werden auf das neue Schuljahr hin schulpflichtig.

Eltern sollen Verantwortung übernehmen
Die CVP-Kantonsräte stören sich zum einen daran, dass in der geltenden Volksschulverordnung die Eltern im Rückstellungsverfahren nicht involviert seien. Zum anderen sei nicht jedes Kind bei Eintritt der Schulpflicht gleich weit in seiner Entwicklung. Stellt man fest, dass sich bei einem regulären Eintritt in die Schule Schwierigkeiten ergeben könnten, so beschliesst laut Volksschulverordnung der Schulrat auf Antrag der Schulleitung, ob der Eintritt in den Kindergarten oder die Primarschule um ein Jahr aufzuschieben sei oder nicht. Ebenso ist der Schulrat verantwortlich, wenn es um eine frühzeitige Einschulung oder Rückstellung geht. Nun sollen auch die Eltern dafür Verantwortung übernehmen.

Tritt der Kanton Schwyz dem Konkordat über die Harmonisierung der obligatorischen Schule bei, verschärft sich die Situation. Dann würde der Schuleintritt ein Jahr früher als heute erfolgen. Umso mehr herrsche dann bei den Elternrechten Handlungsbedarf, so die Motionäre. Der Schuleintritt sei eine wichtige Phase für die Kinder. Die meisten seien in der Lage, diesen zu bewältigen und zu einer positiven Erfahrung zu machen. Es gebe aber auch die anderen, bei denen wegen ihres Entwicklungsstandes mit Schwierigkeiten zu rechnen sei. Für sie soll das Verfahren der Rückstellung unbürokratisch und durch die Eltern abschliessend geregelt sein.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.