Schwimmende Solaranlage geplant

Ingenieure aus Zürich wollen auf dem Sihlsee einen schweizweit einzigartigen Versuch starten. Und damit einen besonderen Beweis erbringen.

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So soll die schwimmende Solaranlage auf dem Sihlsee aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die schwimmende Solaranlage auf dem Sihlsee aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Eine schwimmende Fotovoltaikanlage auf dem Sihlsee – dieses Projekt mit dem Namen «Waterlily» («Wasserlilie») ist der Bevölkerung von Einsiedeln am Dienstagabend vorgestellt worden. Hinter der Idee steht das Zürcher Ingenieurbüro Hydrosun AG. Es will beweisen, dass der Solarstromertrag in höheren Lagen höher ausfällt als im Mittelland. Die Projektverantwortlichen rechnen mit einem bis zu 1,8 Mal höheren Ertrag. Zudem soll der auf 2013 bis 2017 befristete Pilotversuch aufzeigen, dass mit schwimmenden Fotovoltaikanlagen am richtigen Standort die Produktion von Winterstrom markant erhöht werden kann.

Laut den Initianten ist das Projekt schweizweit einzigartig. Die «Waterlilies» sind drehbar, können sich also nach der Sonne ausrichten. Zudem können die Solarpanels gekippt werden, beispielsweise um Schnee abzuwerfen.

Baugesuch wird vorbereitet

Neben der Versuchsanlage «Waterlily» im Sihlsee auf 890 Metern über Meer ist auch eine Solaranlage im Marmorera-Stausee im Kanton Graubünden auf 1600 Metern Höhe geplant. «Für das Projekt im Marmorerasee haben wir ein entsprechendes Gesuch bereits eingereicht», so Thomas Vontobel, Projektleiter Fotovoltaik bei der Hydrosun AG. «Für das Projekt auf dem Sihlsee werden wir das Baugesuch so schnell wie möglich einreichen.»

Harry Ziegler

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