Schwingfan, der sich prügelte

So manch einer bekam am Montag wieder in den allseits bekannten Muotathaler Schnitzulbänken sein Fett weg. Die Fasnachtsgesellschaft präsentierte ihre durchs Jahr gesammelten Anekdoten unter anderem vor dem Restaurant Schönenboden im Bisisthal.

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Die Fasnachtsgesellschaft Muotathal führte am Güdelmäntig beim Restaurant Schönenboden im Bisistal die diesjährigen Schnitzelbänke auf. (Bild: Irene Infanger/Neue SZ)

Die Fasnachtsgesellschaft Muotathal führte am Güdelmäntig beim Restaurant Schönenboden im Bisistal die diesjährigen Schnitzelbänke auf. (Bild: Irene Infanger/Neue SZ)

Doch die Redner stellten zu Beginn gleich klar, dass es keinen Grund gebe zu spinnen, falls man sich im Blättli wiederfinde. Schliesslich finde jeder, egal ob Gross oder Klein, den Weg ins Blatt. So auch derjenige, der im Keller unterhalb der Kantonalbank Regale montieren wollte. «Löcher bohrä hedr duä änu wellä, uf d’Alarmalag und Polizi hedr duä ä chönnä zellä.» Und auch Kritiker der Schnitzulbänke sollten sich warm anziehen. «Einä isch gsi färä gottlos Schlauä, schins duäd är dr Schnitzulbank allig zimli gnau gschauä, will ölf mal z’Wort ‹eisch› vorcho sig, hed är Kritik müässä abringä, der schlau Maa chäm ä schleuär gu hälfä dr Schnitzulbank singä.»

Gitterstäbe statt Kränze

Natürlich war das letztjährige Eidgenössische Schwingfest ein Highlight für so manchen Schwingfan. «Am Eidgenössische hed au einä wellä drbii sii, är isch nüd ä grössä, nei zimmli chli, schleglä und giftlä hedr det wellä ahfaa, är hed duä bisum Sunntig Abig dörfä hinder Gitter stah!»

Neben dem einen oder anderen Missgeschick von Jung und Alt aus dem Dorf wurden auch Nicht-Muotathaler erwähnt. Denn der Tunnel ins Muotatal beschäftigt die Muotathaler Bevölkerung auch heute noch: «Diä wo all Tag durus müänd a d’Arbet gah, chönid das gläbi niä ghörig verstah, zudr Tunnäl-Variantä sägid äbä ander nei, disälbä müänd gläbi niä über Ufibrig hei!»

Irene Infanger / Neue SZ