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SCHWYZ: 1000 Schilderentzüge pro Jahr Im Kanton Schwyz

Wer seinen Pflichten nach mehrmaligem Mahnen nicht nachkommt, muss mit dem Einzug seines Kontrollschilds rechnen. Mit rund 1000 solcher Einzüge wird die Polizei pro Jahr beauftragt.
Oliver Bosse
Pro Jahr legen sich rund 1000 Schwyzer lieber mit der Polizei an, als ihr Kontrollschild dem Verkehrsamt abzugeben. (Bild: Oliver Bosse)

Pro Jahr legen sich rund 1000 Schwyzer lieber mit der Polizei an, als ihr Kontrollschild dem Verkehrsamt abzugeben. (Bild: Oliver Bosse)

Oliver Bosse

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

Die Schwyzerinnen und Schwyzer sind ausgesprochene Liebhaber von fahrbaren Untersätzen – 70 Prozent fahren Auto, Motorrad oder Töffli, wie kürzlich eine Umfrage zeigte. Sie haben ihr Fahrzeug respektive SZ-Nummernschild offenbar in manchen Fällen sogar so gerne, dass sie sich lieber mit der Polizei anlegen, als es abzugeben. Das Schwyzer Verkehrsamt muss nämlich die Kantonspolizei mit rund 1000 Schildereinzügen pro Jahr beauftragen.

Zu einem Schildereinzug kann es dann kommen, wenn ­Gebühren, Verkehrssteuern oder Schwerverkehrsabgaben nicht bezahlt werden, kein Versicherungsschutz mehr besteht, ein Fahrzeug nicht oder nicht fertig geprüft oder der Ausweis annulliert und das Schild nicht frist­gerecht abgegeben wurde.

Polizei ist letzter Ausweg

Angeordnet wird ein Schildereinzug allerdings erst als letzter Ausweg. «Vorher werden drei bis vier Schreiben versandt», erklärt Peter Wespi, Vorsteher des Schwyzer Verkehrsamts, auf Anfrage. Bezahlt jemand beispielsweise eine Rechnung des Verkehrsamts nicht, gibt es zuerst eine Zahlungserinnerung, eine kostenpflichtige Mahnung und eine kostenpflichtige Entzugsverfügung. Erst wenn darauf nicht reagiert wird, nimmt das Verkehrsamt die Hilfe der Polizei in Anspruch.

Einen vorgeschriebenen Ablauf gebe es bei der Polizei für Schildereinzüge nicht, erklärt Florian Grossmann, Mediensprecher der Kantonspolizei Schwyz. «Auf jeden Fall wird zuerst der Kontakt zur betroffenen Person hergestellt.» Wie dies geschieht, sei aber je nach Fall anders. Manchmal funktioniere dies telefonisch oder schriftlich. Manchmal stehe ein Hausbesuch an. «Mit einer Anzeige müssen aber sowieso alle rechnen, für die ein Schildereinzug verfügt wurde.»

Die Erfolgsquote der Polizei sei hoch. Ein Grossteil der Schilder könne eingezogen werden. «Nur in einer ganz kleinen Zahl von Fällen kommt auch die Polizei nicht an die Schilder heran», sagt Grossmann. Das kann dann der Fall sein, wenn jemand «nicht verfügbar» ist – also beispielsweise im Ausland. Dann wird die Nummer im Fahndungssystem der Polizei erfasst.

«Gehört zum Grundauftrag»

Wie gross der Arbeitsaufwand für die Polizei ist, um die jährlich rund 1000 Schilder einzuziehen, kann Grossmann nicht sagen. Rein rechnerisch dürfte es sie aber schon beanspruchen. Schliesslich sind es über 83 Einzüge im Monat oder rund drei pro Tag. Und man darf davon aus­gehen, dass – wenn bereits auf die Aufforderungen des Verkehrsamts nicht reagiert wurde – auch die Polizei nicht immer ein leichtes Spiel hat. «Je mehr Fahrzeuge, desto mehr Arbeit für die Polizei», sagt Florian Grossmann allgemein dazu. Und betont: «Auch die Schildereinzüge gehören zu unserem Grundauftrag, und diesen gilt es zu erfüllen.» Peter Wespi will nicht von einem grossen Problem sprechen. Er ­relativiert: «Wenn wir von 1000 Schildereinzügen sprechen, sind das nur 1 bis 2 Prozent aller eingelösten Fahrzeuge im Kanton Schwyz.»

Wespi sieht entsprechend keinen Handlungsbedarf. «Die Zahlen sind stabil, wenn sie gestiegen sind, dann nur im Rahmen der generellen Zunahme an Fahrzeugen.» Auch der Aufwand für die Bearbeitung solcher Fälle halte sich in Grenzen. Wespi: «Das läuft alles automatisch.»

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