SCHWYZ: 3,4 Millionen für Sanierung der Schiessanlage

Die Gemeinde Schwyz geht bei der Altlastensanierung der Schiessanlagen weiter als gesetzlich gefordert. Der Stimmbürger entscheidet über den Kredit an der Urne.

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Mit Blei belastet: Die Kugelfänger. (Archivbild Neue SZ)

Mit Blei belastet: Die Kugelfänger. (Archivbild Neue SZ)

Die Kugelfangbereiche von Schiessanlagen sind stark mit Blei belastet. Diese Altlasten sind zu sanieren. Die Gesetzgebung verlangt, dass der Boden bis zu einer maximalen Belastung von gerade noch 1000 mg Blei pro Kilogramm zu sanieren ist. Die Gemeinde Schwyz will bei der Erfüllung dieser gesetzlichen Pflicht aber weiter gehen. Sie legt für vier 300m-Schiessanlagen ein Projekt vor, das eine Bodensanierung bis zu einer maximalen Belastung von lediglich noch 200 mg Blei/Kilo erbringt. Nur dank dieses Zusatzefforts können die betroffenen 16‘700 m2 Land anschliessend ohne jede Einschränkung landwirtschaftlich genutzt werden, schreibt die Gemeinde Schwyz in einer Mitteilung.

Über den Kredit entscheidet der Stimmbürger am 24. November an der Urne. Die Sanierung der vier 300m-Schiessanlagen Schachen Ibach, Aufiberg Rickenbach, Grund Schwyz und Burg Schwyz muss auf jeden Fall vorgenommen werden. Dazu ist kein Volksentscheid nötig. Wird also dem Verpflichtungskredit von 3,439 Millionen Franken nicht zugestimmt, müssen die Schiessanlagen bis auf einen maximal zulässigen Gehalt von 1000 mg Blei/kg trotzdem saniert werden. Das kostet 2,8 Millionen Franken und belastet den kommunalen Haushalt netto 1,286 Millionen Franken. Eigentlich also haben die Stimmbürger über einen Netto-Mehraufwand von 578‘000 Franken zu entscheiden.

pd/rem