SCHWYZ: 73 Millionen für Sanierung der Pensionskasse

Die Pensionskasse des Kantons Schwyz soll nach dem Willen der Regierung 2026 genug Vermögen haben, um alle Rentenansprüche decken zu können. Dazu fehlen derzeit rund 161 Millionen Franken. Dafür aufkommen sollen der Kanton, Arbeitgeber, Versicherte und Rentenbezüger.

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Für die Sanierung der Pensionskasse muss der Kanton Schwyz viel Geld investieren. (Bild: Keystone)

Für die Sanierung der Pensionskasse muss der Kanton Schwyz viel Geld investieren. (Bild: Keystone)

Ende 2012 betrug die Unterdeckung der Kasse wegen gestiegener Lebenserwartung und tiefen Anlagerenditen 91,1 Prozent. Spätestens 2026 soll der Deckungsgrad wieder 100 Prozent betragen und die seit 2008 anhaltende Unterdeckung behoben sein, wie es in einer Mitteilung des Schwyzer Finanzdepartements vom Donnerstag heisst.

Für die Sanierung will der Kanton zunächst bis 2015 rund 73 Millionen Franken einschiessen. Es sei vorgesehen, dass der Kanton als alleiniger Garantiegeber der Kasse eine Altlast behebe, indem er die Unterdeckung auf dem Rentendeckungskapital und den technischen Rückstellungen alleine ausfinanziere, heisst es in der Mitteilung.

Die der Kasse angeschlossenen Arbeitgeber und die Versicherten sollen zwischen 2015 und 2027 zudem je einen Sanierungsbeitrag von 1 Prozent auf dem Jahresverdienst beisteuern. Dem Kanton, der auch Arbeitgeber ist, entstehen dadurch 2,1 Millionen Franken zusätzliche Kosten pro Jahr.

Für die langfristige Stabilität der Kasse sieh die Regierung ausserdem vor, den Umwandlungssatz für die Altersrenten im Alter 65 schrittweise von 6.8 auf 6.0 Prozent zu senken. Die Vernehmlassung der Vorlage dauert bis am 3. Juli 2013.

Der Bund verlangt von den Kantonen, dass ihre Pensionskassen rechtlich und organisatorisch selbständig arbeiten. Schwyz muss deshalb seine bisherige Pensionskassenverordnung durch ein Gesetz und ein Reglement des Verwaltungsrats ersetzen.

sda