SCHWYZ: Am Modell der integrativen Förderung festhalten

Der Schwyzer Regierungsrat will das heute gültige Modell zur Integration von Schülern mit besonderen Bedürfnissen nicht ändern. Dies schreibt die Regierung in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf ein CVP-Postulat, das sie als erledigt abschreiben will.

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Der Regierungsrat will weiterhin zwischen integrativer Förderung und integrierter Sonderschulung unterscheiden. (Symbolbild Keystone)

Der Regierungsrat will weiterhin zwischen integrativer Förderung und integrierter Sonderschulung unterscheiden. (Symbolbild Keystone)

Die Schwyzer Gesetzgebung trennt heute zwischen dem sonderpädagogischen Angebot der Gemeinden und Bezirke sowie der Sonderschulung, für welche primär der Kanton zuständig ist. Für die integrative Förderung als sonderpädagogisches Angebot sind die Schulträger zuständig.

CVP-Fraktionschef Adrian Dummermuth verlangte in einem Postulat unter anderem, dass die Regierung prüft, ob mindestens im Kindergarten und in der Unterstufe auf die heutige Unterscheidung zu verzichten sei.

Dummermuth wollte zudem auch wissen, ob des andere Varianten gebe, welche den finanziellen und administrativen Aufwand im Bereich der integrativen Förderung «deutlich» reduzieren würde.

Der Erziehungsrat ereilte daraufhin dem Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Zürich den Auftrag für eine Fokusevaluation des sonderpädagogischen Angebots und der integrierten Sonderschulung im Kanton Schwyz.

Der umfassende Bericht zeige unter anderem, dass der grösste Teil der befragten Lehrpersonen von positiven Veränderungen durch die integrative Förderung berichten würde, schreibt die Regierung.

Die befragten Erziehungsberechtigten der betroffenen Schülerinnen und Schüler gaben an zudem, dass sich ihre Kinder in der Schule von den Lehrpersonen unterstützt fühlten.

Aufwand wird nicht kleiner

Die Systematik zu ändern und auf eine Unterscheidung zwischen integrativer Förderung (IF) und integrierte Sonderschulung in Verantwortung der Heilpädagogischen Zentren (IS HZ) zu verzichten, würde aller Voraussicht nach weder zu einer Reduktion der Kosten noch des administrativen Aufwandes führen, schreibt die Regierung.

Die Regierung ist zudem der Ansicht, dass unterschiedliche Modelle für die Unter- und Mittelstufe nicht zielführend wäre. Gerade die Früherkennung von Kindern mit Behinderung sei besonders wichtig.

Auch der Erziehungsrat erteilt der Sonderpädagogik im Kanton Schwyz «gute Noten», wie er am Donnertag in einer Medienmitteilung zur Fokusevaluation schreibt. Unklarheiten bestünden noch bezüglich der Zuständigkeiten beim Übertritt von besonderen Klassen in die integrative Schulung und umgekehrt. Zudem sei die Integration auf der Sekundarstufe «näher zu beleuchten». (sda)