SCHWYZ: Anti-SVP-Koalition: ohne FDP und CVP

Im Kanton Schwyz kommt es bei den Nationalratswahlen vom Herbst zu einer kleinen Listenverbindung zwischen SP, Grünen und den Grünliberalen. Die Bürgerlichen CVP und FDP hingegen haben einen Vorschlag der GLP für eine grosse Listenverbindung ausgeschlagen.

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Die FDP des Kantons Schwyz setzt auf ihre Spitzenkandidatin und Nationalrätin Petra Gössi. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Die FDP des Kantons Schwyz setzt auf ihre Spitzenkandidatin und Nationalrätin Petra Gössi. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Auf die am vergangenen Donnerstag publik gemachten Idee der GLP für eine grosse Listenverbindung hätten die SP und die Grünen mit einer Zusage reagiert, sagte GLP-Vizepräsident Pietro Imhof am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Damit stehe eine Listenverbindung der drei Parteien fest.

Inhalte, nicht Mathematik

Die FDP hingegen teilte am Dienstag mit, sie verzichte auf eine grosse Listenverbindung. Man wolle auf Inhalte und nicht auf Mathematik setzen, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Rechnerisch könnten die Sitze von CVP, FDP und SP mit einer grossen Listenverbindung zusammen mit der GLP und den Grünen mit grosser Wahrscheinlichkeit gesichert werden, hält die FDP fest. Die politischen Inhalte der fünf Parteien seien aber so weit voneinander entfernt, dass eine solche Verbindung für die Wähler nicht nachvollziehbar wäre.

Auch die CVP stellt sich aus ähnlichen Gründen gegen eine grosse Listenverbindung, wie Parteipräsident Andreas Meyerhans auf Anfrage sagte. Die Parteien haben im Kanton Schwyz noch bis am 31. August Zeit, Listenverbindungen einzugehen.

Heute teilen sich Pirmin Schwander (SVP), Alois Gmür (CVP), Petra Gössi (FDP) und Andy Tschümperlin (SP) die vier Schwyzer Nationalratssitze. Eine grosse Listenverbindung sollte den Sitz der CVP, der FDP und der SP im Nationalrat sichern.

Die Grünliberalen gehen davon aus, dass die SVP den Sitz problemlos verteidigen kann. Bei den anderen drei Parteien könnte es nach Einschätzung der Partei knapp werden. Niemand könne vorhersagen, welche der drei Parteien ihren Sitz an die SVP verlieren könnte. (sda)