SCHWYZ: Baubewilligung für Nohilfeunterkunft Chaltbach

Die ausgedienten Containeranlagen auf dem Zivilschutzzentrum Chaltbach in Schwyz werden noch dieses Jahr ersetzt. Der Baubewilligung für die neue Containeranlage gingen Verhandlungen mit Anwohnern und der Gemeinde voraus.

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Der Kanton ist verpflichtet, Personen, auf deren Asylgesuch nicht eingetreten oder deren Wegweisung verfügt wurde, Nothilfe zu gewähren. Bereits während mehrerer Jahre werden diese jeweils zwischen 12 und 20 Nothilfebezüger in einer provisorischen Containeranlage auf dem Areal des Zivilschutzzentrums Chaltbach in Schwyz untergebracht. Für den Ersatzbau der ausgedienten Containeranlage hat der Kanton nun die Baubewilligung erhalten.

Das zuständige Volkswirtschaftsdepartement hat sich mit der Gemeinde vertraglich auf eine Nutzung von zehn Jahren und von maximal 30 Plätzen geeinigt, wie das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Schwyz am Donnerstag mitteilte. Im Bedarfsfall könne eine Verlängerung geprüft werden.

Austausch mit den Betroffenen

Im Vorfeld des geplanten Bauvorhabens habe ein offener Austausch mit den betroffenen Anrainern sowie der Gemeinde Schwyz stattgefunden, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Die Erkenntnisse seien in die Planung des Baus sowie durch die zeitliche Beschränkung und die maximale Belegungszahl in das Betriebskonzept der Unterkunft eingeflossen. Die von Anrainern vorgeschlagenen Alternativstandorte in der Gemeinde Schwyz hätten aufgrund der nicht konformen Zonenordnung nicht weiterverfolgt werden können.

Betriebliche und bauliche Verbesserungen

Auf der betrieblichen Seite seien Massnahmen festgelegt worden, welche die künftige Nutzung der Nothilfeunterkunft weiter optimieren und zu einer Reduktion der Emissionen durch den Betrieb führen sollen. Konkret sind dies bauliche Massnahmen wie die bessere Einbettung in die Hanglage, die Ausrichtung des Eingangsbereichs zur Talseite sowie ein Teilsichtschutz durch das Anpflanzen einer Hecke.

Auch würden betriebliche Restriktionen etwa bezüglich der Öffnungszeit oder der Ordnung in und um die Containeranlage kontrolliert und Verstösse konsequent geahndet. Zudem habe sich der Kanton verpflichtet, die Situation laufend zu prüfen.

Neu nehmen ein Vertreter des Gemeinderates Schwyz sowie zwei Vertreter der Anwohnerschaft Einsitz in die «Kontaktgruppe Chaltbach». Diese setzt sich weiter zusammen aus Vertretern des Amtes für Migration, der Kantonspolizei und der Sicherheitsfirma, welche für den Betrieb der Unterkunft zuständig ist. Dadurch können allfällige Probleme sofort angegangen und Lösungen erarbeitet werden.

Inbetriebnahme noch in diesem Jahr

Ziel ist es, die neue Containeranlage in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen. Die Kosten für die Investition, den Betrieb sowie den Unterhalt der Nothilfeunterkunft können vollumfänglich durch die Nothilfepauschalen des Bundes gedeckt werden.

pd/zim