SCHWYZ: Behörden sollen mit einheitlicher Steuersoftware arbeiten

Im Kanton Schwyz sollen alle Behörden im Steuerwesen mit der gleichen Software arbeiten. Dies schlägt der Regierungsrat den Bezirken und Gemeinden vor. Mit dem Projekt «eSteuern.sz» will er Kosten sparen und das Einreichen der Steuererklärung übers Internet ermöglichen.

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Mit einem neuen Projekt sollen Kosten gespart und das Einreichen von Steuererklärungen übers Internet ermöglicht werden. (Symbolbild) (Bild: Keystone (Archiv))

Mit einem neuen Projekt sollen Kosten gespart und das Einreichen von Steuererklärungen übers Internet ermöglicht werden. (Symbolbild) (Bild: Keystone (Archiv))

Die Schwyzer Regierung hat bei den Bezirken und Gemeinden ein Konsultationsverfahren gestartet. Darin erwartet er von den Behörden einen Grundsatzentscheid zu einer zentralen EDV-Steuerlösung, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Das Verfahren dauert bis Mitte Dezember.

Im Kanton Schwyz werden die Dossiers der Steuerpflichtigen vom Kanton und den 30 Gemeinden gemeinsam bearbeitet. Dabei kommen unterschiedliche IT-Systeme zum Einsatz.

Die E-Government Kommission des Kantons kommt in einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht zum Schluss, dass sich mit einem einheitlichen Computerprogramm für die Behörden längerfristig Geld sparen lässt. Mit dem Zugriff auf eine zentrale Steuerlösung könnten Daten rascher ausgetauscht, Abläufe vereinfacht und Doppelspurigkeiten verhindert werden.

Zudem lässt gemäss Kommission nur ein einheitliches Programm weitere Entwicklungen und Neuerungen zu. Dazu zählt etwa die Möglichkeit, dass Bürger ihre Steuererklärung übers Internet einreichen können.

Gemäss den Absichten der Regierung soll die Steuersoftware «NEST», die in der Kantonsverwaltung und bei rund der Hälfte der Gemeinden bereits im Einsatz steht, flächendeckend und als zentrale Steuerlösung zum Einsatz kommen. An der Aufgabenteilung zwischen den Behörden auf kantonaler und kommunaler Ebene soll sich nichts ändern.

Das Projekt sieht Investitionen von rund vier Millionen Franken vor. Nach fünf Jahren sollen daraus jährliche Einsparungen von rund 0,8 Mio. Franken resultieren.

Bei einem positiven Entscheid durch die Bezirke und Gemeinden soll das Projekt im ersten Quartal 2015 starten. Ende 2019 soll es umgesetzt sein. (sda)