SCHWYZ: Besserer Lawinenschutz für Kantonsstrasse

Um Lawinenabgänge zu verhindern, ist am Zilistock oberhalb der Kantonsstrasse Brunnen–Gersau ein Lawinen-Anrissgebiet verbaut worden.

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Die temporären Verbauwerke am Zilistock. (Bild: pd)

Die temporären Verbauwerke am Zilistock. (Bild: pd)

Die Kantonsstrasse von Brunnen nach Gersau ist verschiedenen Naturgefahren ausgesetzt. Nebst Steinschlag und Felssturz drohen vom Zilistock insbesondere Lawinen. Diese können bei extremen Schneelagen bis auf die Kantonsstrasse gelangen und diese verschütten.

In Zusammenarbeit mit dem kantonalen Tiefbauamt hat das Amt für Wald und Naturgefahren ein Lawinenverbau- und Aufforstungsprojekt ausgearbeitet. Damit soll die Gefahr vor Lawinen im Einzugsgebiet des Chrummtobels, Brünischart, behoben werden.

Die temporären Verbauwerke am Zilistock. (Bild: pd)

Die temporären Verbauwerke am Zilistock. (Bild: pd)

Temporärer Lawinenverbau unterstützt Aufwuchs

Das Anrissgebiet der Lawine liegt auf einer Meereshöhe von 1300 Metern. Mit einer Neigung von über 100 Prozent ist es sehr steil. Eine Fläche von 4‘500 Quadratmetern wird nun innert Jahresfrist aufgeforstet. Ohne Schutzverbauungen würden aber die jungen Bäume vom Gleitschnee laufend ausgerissen. In den vergangenen Monaten wurden deshalb für eine erfolgreiche Aufforstung 160 Laufmeter Holzschneerechen und 180 Dreibeinböcke erstellt.

Diese Verbauwerke aus Kastanienholz verhindern das Abgleiten des Schnees und unterstützen das Aufwachsen der jungen Waldbäume. Die eigentliche Baumpflanzung erfolgt im Frühling 2014 durch die Genossame Gersau. Nach 30 bis 40 Jahren zerfallen die hölzernen Verbauwerke. Dann wird der aufgekommene Schutzwald die Lawinenschutzfunktion übernehmen.

Finanzierung

Die Kosten für die Verbauungen betragen 300‘000 Franken. Bund und Kanton übernehmen die Baukosten. Grundeigentümerin der Schutzbauten ist die Genossame Ingenbohl. Die Verbauungsarbeiten konnten diese Woche beendet werden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird auch die Sperrung des Wanderweges von Bärfallen zum Zilistock ab Mittwoch, 19. Juni 2013, aufgehoben.

pd/nop

Die temporären Verbauwerke am Zilistock. (Bild: pd)

Die temporären Verbauwerke am Zilistock. (Bild: pd)