Schwyz bleibt «Energiestadt»

Vor zehn Jahren wurde die Gemeinde Schwyz als damals 100. Energiestadt zertifiziert. Nun konnte zum zweiten Mal das anspruchsvolle Re-Audit erfolgreich abgeschlossen worden. Schwyz bleibt somit für weitere fünf Jahre eine «Energiestadt».

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Das Dach der neuen Sporthalle Lücken ist für die Erstellung und den Betrieb einer grossflächigen Solaranlage vermietet. (Bild: pd)

Das Dach der neuen Sporthalle Lücken ist für die Erstellung und den Betrieb einer grossflächigen Solaranlage vermietet. (Bild: pd)

Wie aus einer Medienmitteilung der Gemeinde Schwyz hervorgeht, wird alle fünf Jahre wird in einem aufwändigen Verfahren geprüft, ob die hohen Anforderungen für einen weiteren Verbleib im Kreis der zertifizierten Energiestädte erfüllt sind. In Schwyz sei dies der Fall.

Beim zweiten so genannten Re-Audit seien 63 Prozent der maximal möglichen Punkte erreicht worden, womit das erforderliche Quorum von 50 Prozent deutlich übertroffen sei. Der Trägerverein der Energiestädte teilte deshalb mit: «Die Gemeinde Schwyz erhält die neuerliche Erteilung des Labels ‚Energiestadt‘ für ihre nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der Entwicklung ihrer kommunalen Energiepolitik.»

Tatsächlich lese sich die Energiebilanz der Gemeinde eindrücklich, schreibt diese selber in der Mitteilung weiter. Die Bilanz umfasse mehrere «Vorzeigeprojekte». Erwähnt werden etwa «der jährliche Bezug der Gemeinde von mindestens 8‘000 kWh Ökostrom, das mit 75‘000 Franken dotierte Energie-Förderprogramm und die energetische Sanierung verschiedener Gemeindeliegenschaften.»

Besondere Erwähnung findet die Agro Energie Schwyz AG, deren von ihr produzierte Wärme jährlich etwa 2,7 Millionen Liter Heizöl  ersetzt. Lobende Erwähnung im Prüfungsbericht würden auch die Verwendung von Umweltschutzpapier, die Durchführung von verschiedenen Informationsveranstaltungen, die Sicherstellung eines Ortsbusses und damit einer guten Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr oder auch der Einsatz eines mobility-Dienstfahrzeuges für die Mitarbeiter. In der langen Liste aufgeführt ist zusätzlich die Vermietung der Dachfläche bei der Sporthalle Lücken für eine Solaranlage.

Das Label «Energiestadt» sei eine von verschiedenen Leitplanken und ein Bestandteil der Standortattraktivität, wird Gemeindepräsident Hugo Steiner zitiert. «Dieses Label ist glücklicherweise kein Geschenk, sondern eine Herausforderung, welcher sich Gemeinderat, Verwaltung und Bevölkerung immer wieder stellen – nicht aus purem Selbstzweck, sondern im gemeinsamen Willen, sich für erneuerbare Energien und Energieeffizienz einzusetzen sowie um zu Schwyz und seinen Werten weiterhin Sorge zu tragen.»

pd/kst