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SCHWYZ: Bundesbriefmuseum widmet sich dem Siegel

Das Siegel war im Mittelalter Ausdruck von politischer Macht und gleichzeitig eine wichtige Möglichkeit der Selbstdarstellung. Am nächsten Samstag findet im Bundesbriefmuseum ein Vortrag statt, der die Bedeutung von Siegel in der mittelalterlichen Eidgenossenschaft erläutert.
Zeichen von Macht und Selbstbewusstsein: Das Schwyzer Siegel, das erstmals Ende des 13. Jahrhunderts nachgewiesen ist. (Bild: Bundesbriefmuseum Schwyz)

Zeichen von Macht und Selbstbewusstsein: Das Schwyzer Siegel, das erstmals Ende des 13. Jahrhunderts nachgewiesen ist. (Bild: Bundesbriefmuseum Schwyz)

Siegel sind heute fast vollständig aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Doch im Mittelalter war das Siegel die wichtigste Form der Beglaubigung und nahm einen wichtigen Platz im mttelalterlichen Wahrheits- und Rechtsverständnis ein.

Ein Bündnis wurde erst gültig durch das Anbringen der Siegel und verlor seine Bedeutung, wenn das Siegel entfernt wurde. Die böswillige Zerstörung von Siegel kam einer Majestätsbeleidung gleich und wer Siegel fälschte, musste mit der Todesstrafe rechnen.

Möglichkeit der Selbstdarstellung

Neben dem praktischen Nutzen und der rechtlichen Funktion hatten Siegel auch eine grosse kulturelle Bedeutung. Das Siegel war eine Art Stellvertreter für eine Stadt oder eine Landgemeinde und entsprechend wichtig war es, sich auf den Siegeln selber zu präsentieren. Dafür wählte man Symbole, die uns teilweise noch heute vertraut sind – im Stadtsiegel von Bern war ein Bär zu sehen und in Uri dominierte schon im 13. Jahrhundert der Stier. Andere Siegelbilder wurden im Laufe der Jahrhunderte durch andere Symbole ersetzt: so ist in Schwyz heute das Schwyzerkreuz bekannter als der Heilige Martin, der 500 Jahre das Siegel zierte.

In ihrem Vortrag erklärt Museumsleiterin Annina Michel anhand von Beispielen die Gestaltung, Bedeutung und Verwendung der Siegel in der mittelalterlichen Eidgenossenschaft. Sie geht auf die praktische Nutzung und die symbolische Bedeutung der Siegel ein und auf ihren hohen Stellenwert im Mittelalter. pd

Der Vortrag findet am nächsten Samstag, 25. Februar, um 10.15 Uhr im Bundesbriefmuseum Schwyz statt. Der Eintritt ist frei.

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