SCHWYZ: «Das Problem ist nicht vom Tisch»

Nach dem Nein zum Hochwasserschutz am Lauerzersee ist bei den Verlierern Resignation kein Thema. Sie gehen vielmehr zum Angriff über.

Charly Keiser
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Der Lauerzersee ist am 1. Juni über die Ufer getreten. Ein Fahrzeug wird in Sicherheit gebracht. (Bild: Erhard Gick)

Der Lauerzersee ist am 1. Juni über die Ufer getreten. Ein Fahrzeug wird in Sicherheit gebracht. (Bild: Erhard Gick)

Nicht ein Scherbenhaufen, sondern vielmehr ein übergelaufenes Fass ist nach dem Nein des Kantonsrats zu einem Verpflichtungskredit zur Planung der Seeregulierung des Lauerzersees zu erkennen (Neue SZ von gestern). Der Lauerzer Gemeindepräsident Marcel Camenzind spricht primär von Enttäuschung. In die Offensive gehen hingegen drei CVP Kantonsräte. Denn sie verlangen vom Regierungsrat einen Bericht, in dem konkrete Massnahmen aufgezeigt werden sollen, die den Hochwasserschutz rund um den Lauerzersee verbessern.

«Mit dem Nein des Kantonsrats ist das Problem nicht vom Tisch», sagt Regierungsrat Andreas Barraud, der auch nicht von einer Niederlage sprechen will. «Eine Mehrheit des Parlaments hat dem Geschäft grundsätzlich zugestimmt», betont er. Nach dem alten System hätte dies ein klares positives Verdikt bedeutet. Aufgrund der Ausgabenbremse sei nun halt die Hürde konsequent höher. Darum habe es halt nicht ganz gereicht, was zu bedauern sei. «Das ist ein Entscheid des Parlaments und den haben wir so zu respektieren und zu akzeptieren. Für mich positiv war aber, dass die meisten Voten in der Debatte positiv gewesen sind.», ergänzt Barraud. «Das zeigt, dass die Gegner kaum sachliche Argumente gehabt haben und ihre Meinungen vorgefasst gewesen sind.»

Den gesamten Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen SZ und im E-Paper.