SCHWYZ: Der «Himmel» geht nicht unter

Jakob Schuler hat das Areal im Wintersried verkauft. Was wird nun mit dem alternativen Kulturlokal Himmel geschehen?

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Das alternative Kulturlokal Himmel, das bekannt ist für seine gutbesuchten Konzerte, hat einen neuen Vermieter bekommen. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Das alternative Kulturlokal Himmel, das bekannt ist für seine gutbesuchten Konzerte, hat einen neuen Vermieter bekommen. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die Firma S&P Clever Reinforcement Company AG hat am Montagnachmittag ein 6600 Quadratmeter grosses Areal im Wintersried gekauft. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Industriegebiet besteht aus mehreren Altbauten und Proberäumen, unter anderem auch dem Kulturlokal Himmel.

«Arbeitsplätze sichern und neue schaffen»
Der bisherige Eigentümer, Jakob Schuler, kaufte einst das Areal als Landreserve. Da er die Liegenschaft für sein Weinunternehmen nicht brauchte, hat er die leer stehenden Gebäude vermietet. Einen Verkauf des «Himmel»-Areals hat er zwar nicht aktiv angegangen, aber stets im Hinterkopf gehabt.

Die S&P ist ein weltweit tätiges Unternehmen im Bereich der Bauwerksverstärkung, unter anderem mit Sitz in Brunnen. Auf dem Industriegebiet zwischen Seewen und Brunnen sollen in Zukunft 20 bis 30 Arbeitsplätze entstehen. «In erster Linie ist es das Ziel, Arbeitsplätze im Talkessel zu sichern. Dann natürlich auch, neue zu schaffen», erklärt der Geschäftsleiter André Brugger. Dies sei ein mittel- bis längerfristiges Ziel des Unternehmens für das Areal Wintersried.

Dass der Vermieter wechselt, war bereits ein Gerücht
Indirekt vom Verkauf betroffen sind somit verschiedene Mieter, unter anderem auch das alternative Kulturlokal Himmel. Das Lokal wird von Schwyzer Jugendlichen für Konzerte, Partys und Musikproben benutzt. Erst am Wochenende feierten Besucher das 10-jährige Bestehen. Dass der «Himmel» einen neuen Vermieter bekommen sollte, ist den Jugendlichen schon früher zu Ohren gekommen, wie ein Besucher mitteilte.

André Brugger erklärte, dass es im Interesse des Unternehmens sei, die bestehenden Verträge zu übernehmen. Liegt ein bewilligtes Bauverfahren vor, werden die Vermieter darüber informiert. Bis dahin bleibt alles beim Alten.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.