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SCHWYZ: Der Präsident glättet die Wogen

Ein Papier der Bischofskonferenz sorgt seit dem Wochenende für Aufregung. Jetzt wird versucht, die Sache zu relativieren.
Bert Schnüriger
Bischof Markus Büchel bedauert die entstandene Aufregung. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

Bischof Markus Büchel bedauert die entstandene Aufregung. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

Das Papier wurde zwar schon im vergangenen März von der Schweizer Bischofskonferenz verabschiedet. Es trägt den Titel «Vademecum für die Zusammenarbeit von katholischer Kirche und staatskirchenrechtlichen Körperschaften in der Schweiz». Öffentlich wurde es allerdings erst an diesem Wochenende, als der Bischof von Chur es den Präsidenten der Kantonalkirchen in seinem Bistum «auf den Tisch geknallt hat». So bezeichnete am Montag Werner Inderbitzin, Präsident der römisch-katholischen Kantonalkirche Schwyz den Vorgang.

Das Vademecum hält fest, dass in der römisch-katholischen Kirche alleine die Bischöfe, Priester sowie Laien mit bischöflichem Auftrag Leitungsvollmacht wahrnehmen dürfen. Staatskirchliche Organisationen wie die Kantonalkirchen oder Kirchgemeinden hingegen sollten nur noch rein administrativen und nur helfenden Charakter haben und die Kirche nicht vertreten dürfen. Zwei nebeneinander stehende Leitungen, die kirchliche und die staatskirchliche, könne es aus theologischen Gründen nicht geben.

Es waren nur Empfehlungen

Gerade in diesem Punkt aber rudert jetzt Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, zurück. In einer inzwischen veröffentlichten Stellungnahme erklärt Büchel, dass sich die Schweizer Bischöfe zum heutigen staatskirchenrechtlichen System bekennen. Beim Vademecum handle es sich um nichts anderes als um Empfehlungen einer Fachkommission, die im Auftrag der Bischofskonferenz Fragen um die Weiterentwicklung des Staatskirchenrechts in der Schweiz untersucht habe. «Grundlage für die im Vademecum vorgeschlagenen Schritte ist das Bekenntnis der Schweizer Bischöfe zum heutigen System», hält der St. Galler Bischof fest. Kantonalkirchen und Kirchgemeinden seien für die Erfüllung der kirchlichen Aufgaben äusserst wichtig und sollten es auch in Zukunft bleiben. «Von Interpretationen, wonach sie ihre Aufgabe in diesen Gremien nicht als Glied der Kirche, sondern nur als Bürger des Staates wahrnähmen, distanziere ich mich in aller Form», schreibt der Präsident der Bischofskonferenz weiter.

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