SCHWYZ: Der Schulausschluss war richtig

85 Masernfälle sind bisher im Kanton Schwyz gemeldet worden. Mit den Herbstferien hofft der Kantonsarzt nun, dass der Krankheitsbefall ein Ende nimmt.

Irene Infanger
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Nicht gegen Masern geimpfte Kinder wurden beim Auftreten eines Falls von der Schule ausgeschlossen. (Symbolbild Keystone/Ennio Leanza)

Nicht gegen Masern geimpfte Kinder wurden beim Auftreten eines Falls von der Schule ausgeschlossen. (Symbolbild Keystone/Ennio Leanza)

Im Juni dieses Jahres tauchten die ersten Masernfälle im Kanton Schwyz auf. Seither zählte der Kantonsärztliche Dienst 85 Meldungen der Viruserkrankung. In der Region Unteriberg/Studen gingen zuletzt einzelne Meldungen ein, dafür ist es im Talkessel Schwyz etwas ruhiger geworden. «Ich gehe davon dass es nun nur noch einzelne Fälle sind», sagt der Schwyzer Kantonsarzt Svend Capol.

Schutz vor Krankheiten

Betroffen von den Masern waren in den vergangenen Wochen vor allem Schulkinder. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern wurden deswegen Schulausschlüsse ausgesprochen. Diese Massnahme war jedoch nicht unbestritten. In einer Kleinen Anfrage wollte der CVP-Kantonsrat Christian Kündig, Rickenbach, deshalb in Erfahrung bringen, ob das Recht auf Schulbildung dadurch nicht tangiert wurde. Die Schwyzer Regierung verneint. Es bezeichnet das Vorgehen des Schwyzer Kantonsarztes als korrekt. Die Massnahme richte sich nach den Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit. Dabei werde das Recht auf Schutz vor ansteckenden Krankheiten höher eingeschätzt.