SCHWYZ: Die Oberallmeind will zurück in den Ring

Der Verwaltungsrat der Oberallmeind­korporation scheiterte gestern an den Bürgern. Sie wollen weder neue Statuten noch einen neuen Versammlungsort.

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Die Oberallmeind-Gemeinde tagte zum ersten und letzten Mal im Schwyzer MythenForum. (Bild Bert Schnüriger)

Die Oberallmeind-Gemeinde tagte zum ersten und letzten Mal im Schwyzer MythenForum. (Bild Bert Schnüriger)

Erstmals seit dem vorletzten Jahrhundert tagte am Sonntag die Schwyzer Oberallmeindkorporation nicht mehr im traditionellen Landsgemeindering in Ibach. Der moderne Saal des MythenForums in Schwyz behagte den rund 400 anwesenden Bürgern aber nicht. Das sei «eher ein Saal für Banker», wurde erklärt.

Darum hiess die Versammlung einen Antrag gut, künftig wieder bei schönem Wetter im Ibächler Landsgemeindering oder bei Regen in der Schwyzer Pfarrkirche zu tagen. Damit scheiterte der Verwaltungsrat mit der Absicht, künftig auch in jeder anderen Gemeinden im Oberallmeindgebiet tagen zu können und so näher zum Bürger zu kommen.

Mit 211 gegen 180 Stimmen entschied die Versammlung zudem, auf eine vom Verwaltungsrat vorgelegte Totalrevision der Statuten gar nicht einzutreten. Bürger hatten eine Machtverschiebung in der Korporation zu Gunsten des Verwaltungsrates befürchtet.

Die Stimmenzähler konnten das Mehr zu dieser Abstimmung zunächst nicht ermitteln. Darum mussten die Stimmenden den Saal verlassen und entweder bei einem Ja- oder einem Nein-Eingang wieder eintreten. Zum ersten Mal seit 1978 wurde an einer Oberallmeindgemeinde wieder so ausgezählt.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Schwyzer Zeitung.