SCHWYZ: Die Schwyzer jagen nüchtern

In Graubünden soll es eine Promillegrenze für Jäger geben. In Schwyz setzt man auf Prävention.

Sandro Portmann
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Kein Alkohol bei der Jagd: auf der Schwyzer Jagd geht es gesittet zu und her. In anderen Kantonen sorgen betrunkene Jäger für Aufsehen. (Archivbild Neue SZ)

Kein Alkohol bei der Jagd: auf der Schwyzer Jagd geht es gesittet zu und her. In anderen Kantonen sorgen betrunkene Jäger für Aufsehen. (Archivbild Neue SZ)

Verschiedene Meldungen von betrunkenen Jägern belasten zurzeit ihren Ruf. So scheint der Griff zum Flachmann das Verantwortungsbewusstsein schon mal zu trüben. Jüngstes Beispiel ist ein Walliser Jäger, der in angetrunkenem Zustand 17 Mal auf einen fahrenden Jeep geschossen hat. Im Kanton Graubünden will der Tierschutz ebenfalls gegen betrunkene Jäger vorgehen. Eine Initiative ihrerseits fordert eine Blutalkoholgrenze von 0,5 Promille.

Waffenhandhabung als Fach

Eine solche Grenze ist im Kanton Schwyz nicht vorgesehen, wie Claudine Winter, Vorsteherin des Amts für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz, sagt. Dazu gebe es auch keinen Grund. «Wir im Kanton Schwyz kennen nur einen aktenkundigen Fall von einem Jäger, der massiv zu betrunken auf der Jagd war.» Sie setzt auf die Prävention und den Menschenverstand. «Wir versuchen mit der Ausbildung die Jäger auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe zu eichen», erklärt Claudine Winter. Die kantonale Jagdausbildung sei eine aufwendige Angelegenheit. «Im Kanton Schwyz dauert eine solche Ausbildung über ein Jahr, enthalten sind Theorie und Praxis. Wir haben auch das Fach Waffenhandhabung und Sicherheit eingeführt, das wir ebenfalls prüfen.»