SCHWYZ: «Ein klares Verdikt gegen die Zersiedelung»

Mehrere Schwyzer Gemeinden lehnten an der Urne Einzonungen und neue Wohnquartiere ab. Diese Häufung dürfte nicht zufällig sein.

Bert Schnüriger
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Die Lindenhofwiese in Küssnacht. (Bild: Archiv)

Die Lindenhofwiese in Küssnacht. (Bild: Archiv)

Im Bezirk Küssnacht ist die Enttäuschung bei der zuständigen Bezirksrätin Carole Mayor nach wie vor gross. Denn letzten Sonntag wurde ihre Vorlage, ein neuer Zonenplan für den Bezirk, mit 2100 Nein gegen 1768 Ja abgelehnt. Ähnliche Vorlagen scheiterten aber am Sonntag auch in Schübelbach, Freienbach und Altendorf.

Einschneidendere Raumplanung

Schübelbach wies einen neuen Zonenplan knapp mit 961 Nein gegen 956 Ja zurück. In Altendorf lehnte die Stimmbürgerschaft einen Baurechtsvertrag ab, der eine neue Überbauung mit 120 Wohnungen ermöglicht hätte. Und in Freienbach scheiterte ein Teilzonenplan für die Überbauung des Steinfabrik-Areals mit 2823 Nein gegen 1501 Ja deutlich. Der Leserbriefschreiber Alois Truttmann hält fest: «Die deutliche Ablehnung des Zonenplans ist ein klares Verdikt gegen die Zersiedelung der Landschaft und gegen zusätzliche Baulandreserven.»

Die Nein-Mehrheiten in den vier Schwyzer Kommunen resultierten einerseits sicherlich aus lokaler Sicht. Die Mehrheit der Stimmbürger fand dort Mängel in der Vorlage ihrer Gemeinde oder ihres Bezirks. Anderseits ist aber daran zu erinnern, dass am vergangenen 3. März das Schweizer Volk ein revidiertes Raumplanungsgesetz klar gutgeheissen hat. Das Ja kam diesmal auch mit Hilfe des Kantons Schwyz zustande. Auch der Kanton Schwyz hiess eine einschneidendere Raumplanung gut und zwar mit 27 325 Ja gegen 20 920 Nein.

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