SCHWYZ: Einen starken Wandel durchlebt

Heuer feiert der Zivilschutz sein 50-jähriges Bestehen. Die Ausrichtung hat sich in dieser Zeit massgebend verändert. Dies zeigt ein Blick in die Ausbildung des Schwyzer Zivilschutzes.

Irene Infanger
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Zwei Wochen dauert die Grundausbildung Zivilschutz für Pioniere, die aktuell 48 Personen absolvieren. (Bild: Irene Infanger)

Zwei Wochen dauert die Grundausbildung Zivilschutz für Pioniere, die aktuell 48 Personen absolvieren. (Bild: Irene Infanger)

48 Personen absolvieren aktuell auf der Übungsanlage für Feuerwehr und Zivilschutz in Seewen ihre zweiwöchige Zivilschutz-Ausbildung. Die späteren Pioniere erhalten eine allgemeine Grundausbildung, die Themen wie Kartenkunde, Nothilfe, Funken und Brandverhütung beinhaltet, sowie eine fachbezogene Ausbildung. In diesem zweiten Teil lernen die Auszubildenden das Hantieren an verschiedenen Geräten. Sei es der Umgang mit Presslufthammer, Kettensäge oder Notstromaggregat, aber auch mit Zug- und Hebegeräten, die entweder manuell oder maschinell bedient werden.

Heute treten die Zivilschützer dann in Erscheinung, wenn Katastrophen und Notlagen herrschen, wie etwa bei Überschwemmungen. Vor 50 Jahren, bei der Gründung der Organisation, stand jedoch der Schutz der Bevölkerung vor Kriegen im Vordergrund. Gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst und den technischen Betrieben bildet der Zivilschutz heute ein ziviles Verbundsystem. Durchschnittlich gut 15 Prozent der für den Militärdienst als untauglich bezeichneten Männer absolvieren jährlich die Grundausbildung im Zivilschutz. Im Jahr 2011 waren dies im Kanton Schwyz 135 Personen.