SCHWYZ: Experte warnt vor Veränderungen

Sind die Vereine in unserem Kanton am Abgrund? Nein sagt ein Experte. Aber es gibt Veränderungen.

Harry Ziegler
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Einer der Vereine in Schwyz: Die Musikgesellschaft Immensee während einer Probe. (Bild: Archiv / Neue SZ)

Einer der Vereine in Schwyz: Die Musikgesellschaft Immensee während einer Probe. (Bild: Archiv / Neue SZ)

Der Politikwissenschaftler uns Vereinsforscher Markus Freitag kommt zu einem beachtenswerten Fazit: Die Schwyzer Vereine stünden weder am Abgrund, wie die CVP der Gemeinde Schwyz das Hofmattgespräch vom Freitag betitelte, noch sei Grund zu übermässiger Euphorie. Zwar funktioniert das Schwyzer Vereinsleben besser als in anderen Kantonen, dennoch werden sich auch die Schwyzer Vereinsmitglieder mit sich stetig ändernden Voraussetzungen arrangieren müssen. Seine Aussagen stützt der Inhaber des Lehrstuhls für politische Soziologie an der Universität Bern auf Datenmaterial, das in den Jahren 2010 und 2012 in der Schweiz gesammelt und ausgewertet wurde.

Tummelplatz für Politiker?

Tatsächlich zeigten die Resultate, dass die Vereine die Qualität der Demokratie belebten, so Freitag. Allerdings nicht immer. Lediglich Vereine, die sich rege im öffentlichen Leben präsentierten, trügen zur Belebung bei. Und zwar nicht nur bei den Vereinsmitgliedern. Sie hätten sogar eine gewisse Sogwirkung auf die Nichtmitglieder, was beispielsweise die Teilnahme an Abstimmungen betreffe. «Bürger einer Gemeinde, die ein reges öffentliches Vereinsleben haben, partizipieren öfter an der Politik als in anderen Gemeinden», erklärt der Politologe. Vereinsstrukturen ermöglichten es aber auch, sich politisch zu schulen. Indem künftige Politiker in den Vereinen die entsprechenden Mechanismen kennen und nutzen lernen. «Vereine sind quasi der Wegbereiter politischer Karrieren.»

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