SCHWYZ: Expressverfahren für Asylbewerber ein Erfolg

Straffällige Asylbewerber erhalten im Kanton Schwyz innert 24 Stunden ein Urteil: Dank dieser Abschreckung und guten Erfahrungen soll das beschleunigte Verfahren fortgesetzt werden.

Pd/Rem
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Wenn ein Asylbewerber im Kanton Schwyz ein Delikt verübt, muss er mit einem Urteil innerhalb von 24 Stunden rechnen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Wenn ein Asylbewerber im Kanton Schwyz ein Delikt verübt, muss er mit einem Urteil innerhalb von 24 Stunden rechnen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Diebstähle, Hausfriedensbruch, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz: die Liste mit Straftaten von Asylbewerbern im Kanton Schwyz könnte beliebig fortgesetzt werden. Der im ersten Halbjahr 2012 gestartete Versuch, das Strafverfahren und das fremdenpolizeiliche Verfahren schneller und effizienter zu gestalten, wird bis auf weiteres verlängert, schreibt die Kantonspolizei Schwyz am Mittwoch in einer Mitteilung.

Ziel des beschleunigten Verfahrens ist es, dass Asylbewerber schneller die Folgen von Delikten zu spüren bekommen. Sie sollen klar erkennen, dass Delikte nicht toleriert werden und Straftaten mit Konsequenzen verbunden sind.

Anzahl Delikte geht zurück

Seit der Einführung dieses neuen Verfahrens wurden sechs bis acht Delikte pro Monat verübt, welche die Kriterien erfüllen. Im zweiten Quartal des Jahres 2013 konnte die Anzahl Delikte wesentlich reduziert werden. In den Monaten Mai und Juni wurden noch drei beziehungsweise ein Delikt im Express-Verfahren abgewickelt, im Juli 2013 kein einziges.

Laut Polizei-Communiqué dürften mehrere Faktoren dazu beigetragen haben. So beispielsweise ist die illegale Einwanderung aus den nordafrikanischen Staaten zurückgegangen. Weiter führte die Kantonspolizei Schwyz vermehrt Kontrollen im Asylbereich durch. Ferner sind gezielte Massnahmen des Amtes für Migration in Bezug auf die Notschlafstelle Kaltbach erfolgt. Und schliesslich dürfte auch das vor einem Jahr eingeführte beschleunigte Verfahren im Asylbereich Auswirkungen gehabt haben.

Trotz eines gewissen Mehraufwandes für die Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft haben die Verantwortlichen der Strafverfolgungsbehörden und des Amtes für Migration beschlossen, das beschleunigte Verfahren bei der Strafverfolgung fortzusetzen.