SCHWYZ: Fall Bruno Frick wird Fall fürs Gericht

Das Schwyzer Kantonsgericht muss entscheiden, wie es mit den Strafanzeigen gegen ex-CVP-Ständerat Bruno Frick sowie einen Arbeitskollegen weitergeht. Gegen den Entscheid der Staatsanwaltschaft, kein Strafverfahren zu eröffnen, sind beim Gericht Beschwerden eingegangen.

sda
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Bruno Frick sieht sich als Opfer einer Kampagne (Bild: Keystone)

Bruno Frick sieht sich als Opfer einer Kampagne (Bild: Keystone)

Die Beschwerden im Fall von Frick und seines Kollegen seien am Dienstag eingetroffen, sagte eine Sprecherin des Kantonsgerichts Schwyz am Mittwoch auf Anfrage. Ob sie fristgerecht nach zehn Tagen erfolgt seien, konnte die Sprecherin nicht sagen. Die Eingaben würden nun geprüft, ehe das Gericht über die Beschwerden entscheide, sagte sie.

Ein ehemaliger Geschäftspartner reichte 2011 Strafanzeige gegen Rechtsanwalt Bruno Frick und einen Kollegen ein. Er warf ihnen im Zusammenhang mit ihrem Mandat bei der Buechli Holding AG von Juni 1997 bis März 1999 unter anderem ungetreue Geschäftsbesorgung vor. Frick und sein Kollege weisen die Vorwürfe zurück.

Die Schwyzer Staatsanwaltschaft kam nach Abklärungen am 19. Juli 2013 zum Schluss, dass den beiden Männern weder eine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung, noch eine Schädigungs- oder Bereicherungsabsicht vorgeworfen werden könne. Die Behörde entschied, kein Strafverfahren zu eröffnen und erliess je eine Nichtanhandnahmeverfügung.

Der selbständige Rechtsanwalt und Notar Frick wurde am 26. Juni 2013 vom Bundesrat in den Verwaltungsrat der Finanzmarktaufsicht (Finma) gewählt. Am 7. Juli machte die «Schweiz am Sonntag» die Strafanzeige von 2011 gegen Frick publik.

Bruno Frick äusserte danach in einem Interview den Verdacht, eine «Medienkampagne» habe zum Ziel, ihn selbst, den Bundesrat als Wahlbehörde und die Finma zu diskreditieren.

Der 60-jährige Frick tritt sein Mandat bei der Finma am 1. August an. Er übernimmt in diesem Gremium einen seit Ende 2012 vakanten Sitz.