Schwyz führt Schulsozialarbeit ein

In Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde- und der Bezirkschule wird in Schwyz die Schulsozialarbeit eingeführt. Das Angebot wird auf das Schuljahr 2012/2013 aufgebaut.

Drucken
Teilen
Die Schulpräsidenten Hugo Steiner, links, von der Gemeinde Schwyz und Heinz Schelbert vom Bezirk Schwyz. (Bild: PD)

Die Schulpräsidenten Hugo Steiner, links, von der Gemeinde Schwyz und Heinz Schelbert vom Bezirk Schwyz. (Bild: PD)

Die gesellschaftlichen Veränderungen wirken sich stark auf das Sozialwesen und die Schulen aus, welche immer häufiger mit schwierigen Schülersituationen konfrontiert werden. Diese Fälle äussern sich in Form von Ausgrenzung, Gewalt, Gruppendynamik oder Integrationsdefiziten, heisst es in einer Medienmitteilung von Bezirk und Gemeinde Schwyz. Eltern wie Lehrpersonen stossen deswegen in der Erfüllung ihres Erziehungs- bzw. Bildungsauftrages oftmals an ihre Grenzen und suchen zwangsläufig nach professioneller Unterstützung und Beratung.

Mit der Einführung der Schulsozialarbeit kann dieser Bedarf am Schulort Schwyz ab dem August 2012 gedeckt werden. Zu deren Einführung hatten sich in früheren Jahren bereits die Schulen im Bezirk Küssnacht sowie mehrere Schulträger im äusseren Kantonsteil von Schwyz entschieden. In der Gemeinde Ingenbohl steht der Aufbau eines Schulsozialdienstes ebenfalls unmittelbar bevor.

Gemeinsame Trägerschaft

Die Schulsozialarbeit Schwyz wird mit insgesamt 160 Stellenprozenten besetzt, wovon 100 Stellenprozente auf die Primarschule der Gemeinde und 60 Stellenprozente auf die Oberstufe des Bezirkes entfallen. Die dafür erforderlichen Mittel im Einführungshalbjahr 2012 sind in den jeweiligen Voranschlägen enthalten.

Gerade wegen des fliessenden Überganges betreuter Kinder vom einen zum anderen Schulträger sei eine enge Zusammenarbeit eine wichtige Voraussetzung, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Schulsozialarbeiter beziehen gemeinsam ein zentrales Büro im Schulhaus Lücken; sie arbeiten jedoch vor Ort auch in den übrigen Schulhäusern der Gemeinde sowie an der Mittelpunktschule Rubiswil.

Von der Schulsozialarbeit sollen neben den Schülern auch Eltern und Lehrpersonen profitieren. So erhalten Eltern ab August 2012 eine Anlaufstelle für die fachmännische Unterstützung in problematischen Erziehungsfragen, an welche sich andererseits Lehrpersonen beispielsweise in Mobbingsituationen wenden können. Das Angebot ist kostenlos und die Schulsozialarbeiter unterstehen der Schweigepflicht.

pd/zim