SCHWYZ: Gymnasium Immensee legt Bericht zu Übergriffen vor

In den 1990er-Jahren ist es im Gymnasium Immensee zu Übergriffen gekommen. Dies zeigt ein Bericht des Psychiaters Josef Sachs, den das Gymnasium nach Vorwürfen vor einem Jahr in Auftrag gegeben hat.

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Wie das Gymnasium Immensee am Dienstag mitteilte, sind gemäss des Untersuchungsberichts zwei Fälle namentlich bekannt geworden. Hier soll es zu psychischen und sexuellen Grenzüberschreitungen von Lehrpersonen gegenüber Schülerinnen gekommen sein.

Beiden Fällen gemeinsam sei, dass eine starke, im Gymnasium einflussreiche Lehrperson eine unprofessionelle enge Beziehung zu einer Schülerin aufbaute, die nach Zuwendung und Halt gesucht habe, heisst es in der Mitteilung. Diese Beziehung sei dann Grundlage für spätere sexuelle Handlungen gewesen.

Gemäss des Gymnasiums gibt es zudem Hinweise darauf, dass zwei weitere Lehrpersonen die gebotenen Grenzen nicht eingehalten haben sollen. Wegen fehlenden Informationen hätten diese Informationen aber nicht konkretisiert werden können, heisst es in der Mitteilung. Zudem habe sich ein Mann anonym gemeldet und von traumatisierenden Erfahrungen gesprochen, die er und sein Bruder vor rund 50 Jahren erlebt hätten.

Das Gymnasium entschuldigt sich in der Mitteilung bei den Betroffenen. Im Rahmen einer Null-Toleranz-Politik unternehme die Schule das Möglichste, um in Zukunft Übergriffe zu verhindern und im Verdachtsfall richtig zu reagieren. (sda)