SCHWYZ: Halloween «ohne Probleme» verlaufen

Mit Ausnahme von vereinzelten Lärmklagen sei die Halloween-Nacht von Freitag auf Samstag ruhig verlaufen, so die Kantonspolizei Schwyz. Die Polizei stand aber mit zusätzlichen Patrouillen im Einsatz.

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Bewohner von New York ziehen anlässlich der Halloween-Parade durch Greenwich Village. (Bild: Keystone)

Bewohner von New York ziehen anlässlich der Halloween-Parade durch Greenwich Village. (Bild: Keystone)

Die zahlreichen zusätzlichen Patrouillen der Kantonspolizei Schwyz hätten in den Dörfern gezielt den Kontakt zu Jugendlichen gesucht und Präsenz markiert sowie Kontrollen durchgeführt, so die Polizei. Die Polizei habe im Gegensatz zu den Vorjahren kaum mitgeführte Eier und Rasierschaum sichergestellt, heisst es in der Medienmitteilung am Samstag.

Halloween

Als Halloween werden die verschiedenen Volksbräuche in der Nacht vor Allerheiligen (1. November) bezeichnet. Ethnologen und Historiker vermuten, dass die diversen Bräuche heidnischen, keltischen und/oder römischen Ursprungs sind und sich später vor allem mit dem Katholizismus vermischten.

Der Tag fällt auf das keltische Neujahr. Zwischen dem alten und dem neuen Jahr (bei den Kelten in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November), glaubten die Leute früher, gebe es einen Zeit-Spalt, durch den Geistwesen ins Diesseits dringen konnten. Das waren einerseits die guten Seelen der verstorbenen Verwandten. Ihnen wurde mit Lichtern - Räbeliechtli etwa - der Weg nach Hause gewiesen. Ausserdem wurden vorbeiziehende Heische-Gruppen dafür belohnt, dass sie für die Verstorbenen beteten.

Durch den Schlitz zwischen den Zeiten konnten aber auch böse Geister ins Jetzt und Hier gelangen. Weil man sich die Monstren in Tiergestalt vorstellte, versuchte man sie zu täuschen, indem man Felle und Masken überzog.

Einige Bräuche wurden vorwiegend im katholischen Irland weiter zelebriert. Mit den irischen Auswanderern gelangte der Brauch nach Nordamerika. Von Amerika aus verbreiteten sich die Bräuche, dann meist in amerikanisierter Ausprägung, in den letzten 20 Jahren auch wieder in Westeuropa.

Einer dieser Bräuche beinhaltet beispielsweise, dass verkleidete Kinder von Tür zu Tür gehen und den Ausspruch «Süsses oder Saures» vorbringen, um Süssigkeiten zu erhalten. Einige spielen den Bewohnern, welche ihnen keine Süssigkeiten geben, anschliessend Streiche. So bewerfen sie beispielsweise die Häuser mit Eiern oder versprühen Raiserschaum.

Weit verbreitet sind bei Jugendlichen und Erwachsenen mittlerweile auch Partys anlässlich von Halloween, zu welchen die Besucher möglichst gruselig und Angst einflössend verkleidet erscheinen.


pd/spe/sda