SCHWYZ: Hausverkäufer waren Betrüger

In kurzer Zeit sind bei der Kantonspolizei vier Meldungen eingegangen, wonach Bürger, die Immobilien zum Verkauf angeboten haben, von so genannten Rip-Deal-Betrügern angegangen wurden. In einem Fall ist ein Schaden von mehreren zehntausend Franken entstanden.

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Ein guter Deal? Sicher nicht, warnt die Kantonspolizei Schwyz (Karikatur Jals).

Ein guter Deal? Sicher nicht, warnt die Kantonspolizei Schwyz (Karikatur Jals).

Im Kanton Schwyz wurden in den vergangenen Wochen vier Fälle gemeldet, in denen Personen, welche Immobilien im Internet zum Verkauf angeboten haben, von Rip-Deal-Betrügern telefonisch kontaktiert wurden. Dabei wurde ein nachvollziehbares Interesse am Kauf der Liegenschaft bekundet, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz vom Dienstag.

Nach mehreren Kontakten werde jeweils eine Anzahlung, verbunden mit einem Geldwechselgeschäft mit einem extrem guten Wechselkurs, unterbreitet. Diese Besonderheit werde wiederum so plausibel dargestellt, dass immer wieder Personen darauf hereinfallen. Bei der Geldübergabe, die in der Regel im benachbarten Ausland stattfindet, wird dem Opfer unter wenigen echten Banknoten Falschgeld untergejubelt. In einem der Kantonspolizei Schwyz gemeldeten Fall erbeuteten die Täter so bei einer Vermögensübergabe in Mailand mehrere Zehntausend Franken.

Das ist Rip-Deal

Beim Rip-Deal handelt es sich um ein betrügerisches Devisentauschgeschäft. Den Opfern wird ein hoher Gewinn in Aussicht gestellt. Anstelle eines Gewinns werden sie aber bei der Geldübergabe auf unterschiedliche Art um ihr Geld betrogen.

So kann man sich schützen

Bei Kaufinteressenten aus dem Ausland mahnt die Polizei zur Vorsicht. Kontaktierte sollten sich nicht auf Tauschgeschäfte einlassen und nicht dazu mit Bargeld oder anderen Vermögenswerten ins Ausland reisen. Vorsicht ist geboten, wenn Unbekannte ein Geschäft mit ungewöhnlich hohem Gewinn vorschlagen und sich nur zweitrangig für das Grundstück oder dessen Preis interessieren. Melden Sie sich umgehend bei der Polizei, wenn Sie den Verdacht hegen, Hinweise auf betrügerische Machenschaften oder Geldwäsche zu haben.

pd/zim