SCHWYZ: Hitzesommer setzt Grundwasser zu

Das heisse und trockene Jahr 2015 bleibt nicht ohne Folgen. Die Grundwasserstände in Schwyz und Umgebung sind deutlich tiefer als normal. Das Problem könnte sich in Zukunft mit dem Klimawandel verschärfen.

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Fast ausgetrocknet: Alter Sodbrunnen im Feld zwischen Ibach und Ingenbohl. (Bild: Amt für Umweltschutz)

Fast ausgetrocknet: Alter Sodbrunnen im Feld zwischen Ibach und Ingenbohl. (Bild: Amt für Umweltschutz)

Die geringen Niederschlagsmengen des vergangenen Jahres haben ihre Spuren hinterlassen. Die Grundwasserstände weisen im langjährigen Vergleich sehr tiefe Werte auf. Gute Nachricht: Die Niederschläge der vergangenen Wochen sorgen nun für etwas Entspannung.

«Trotzdem stehen die Wasserversorgungen langfristig vor neuen Herausforderungen», schreibt das Amt für Umweltschutz des Kantons Schwyz. Grundwasser gilt in der gesamten Schweiz als wichtigster Trinkwasserlieferant. Die Bevölkerung des Kantons bezieht das Trinkwasser zu 55 Prozent aus Quellen, zu 40 Prozent aus Grundwasserpumpwerken und zu 5 Pozent aus Seewasserfassungen.

Das Amt für Umweltschutz hält fest: «Gerade in Talebenen und -kesseln wie dem Muotatal, Arth, Küssnacht, Einsiedeln-Trachslau sowie der Ebene entlang des Zürichsees oder dem Talkessel Schwyz bestehen tiefgründige Grundwasserleiter, welche teils riesige Wasserspeicher darstellen.»

Das Amt misst die Grundwasserstände regelmässig an mehreren Standorten im Kanton. Die Messungen, die Ende Herbst 2015 aufgezeichnet wurden, zeigten in den meisten Untersuchungsgebieten ausgeprägt tiefe Stände. Im Durchschnitt lagen die Grundwasserspiegel um etwa 1 bis 2,5 Meter tiefer als im Normalfall. (red)