SCHWYZ: Ja zu Umfahrungen Küssnacht und Lachen

Der Kantonsrat befürwortet den Bau der Südumfahrung Küssnacht sowie die Kernentlastung Lachen. Deutlich genehmigte er am Mittwoch die über 160 Millionen Franken teuren Projekte.

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Umfahrung Küssnacht: Das ist geplant. (Bild: PD)

Umfahrung Küssnacht: Das ist geplant. (Bild: PD)

Die Südumfahrung Küssnacht umfasst einen Tunnel und eine Umfahrungsstrasse sowie eine Verbindung von der Zuger- zur Artherstrasse. Die Umfahrung, die den Kern von Küssnacht entlasten soll, soll im Jahr 2020 eröffnet werden. Die Bauarbeiten beginnen nächstes Jahr.

Die Gesamtkosten werden auf rund 130 Millionen Franken geschätzt. Der Kanton übernimmt 79 Millionen, der Rest der Kosten entfällt auf den Bezirk Küssnacht. Der Kantonsrat unterstützte das Grossprojekt mit 94 zu 0 Stimmen.

Mit 90 zu 4 Stimmen genehmigte der Kantonsrat die Kernentlastung Lachen. Die Gegenstimmen stammten aus der SP/Grünen-Fraktion, die Zweifel an der Wirkung der Entlastungsstrasse äusserte und eine mangelnde Berücksichtigung des Fahrradverkehrs kritisierte. Zudem würde eine neue Strasse nur zusätzlichen Verkehr verursachen, hiess es.

Jahrzehntelange Diskussionen und Planungen

Die Bauarbeiten für die Strasse, die den Lachner Dorfkern entlasten soll, beginnen 2015. Drei Jahre später soll sie dem Verkehr übergeben werden. Die Gesamtkosten betragen 33,5 Millionen Franken, davon entfallen 18,25 Millionen auf den Kanton und 15,25 Millionen auf die Gemeinde Lachen. Zudem wird ein Bundesbeitrag aus den Agglo-Obersee-Projekten erwartet, wie verschiedene Redner in der Kantonsratsdebatte betonten.

Sowohl der Kernentlastung Lachen als auch der Südumfahrung Küssnacht sind jahrzehntelange Diskussionen und Planungen vorausgegangen. In der Debatte äusserten viele Kantonsräte Genugtuung darüber, dass nun endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden könne. (sda)