SCHWYZ: Kanton Schwyz will Richtprämie für Prämienverbilligung senken

Im Kanton Schwyz soll die Richtprämie, die zur Berechnung der Prämienverbilligung herangezogen wird, gesenkt werden. Diese soll neu nur noch neunzig Prozent und nicht mehr hundert Prozent der kantonalen Durchschnittsprämie betragen.

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Symbolbild (Bild: Keystone)

Symbolbild (Bild: Keystone)

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat eine Optimierung der Prämienverbilligung, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Diese geht auf einen Vorstoss im Parlament zurück. Die Bezüger der Prämienverbilligung sollen animiert werden, eine möglichst günstige Versicherungslösung zu wählen.

Die öffentliche Hand kann mit den Änderungen aber auch Geld sparen. Die Gesamtaufwendungen für die sozialpolitische Massnahme dürften um 5,7 Millionen Franken auf 61,2 Millionen Franken sinken. Der Regierungsrat geht davon aus, dass mit dem neuen Regime rund 21,8 Prozent der Einwohner Anspruch auf einen Zuschuss haben werden.

Der vom Kantonsrat überwiesene Vorstoss hatte verlangt, dass künftig die Richtprämie nach den Tarifen des Hausarztmodells bestimmt wird. Diese Lösung lehnt der Regierungsrat aus praktischen Gründen ab.

Mit der beantragten Reduktion auf neunzig Prozent gebe es bereits eine Annäherung an die Tarife alternativer Versicherungsmodelle, schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft. Als zusätzliche Massnahme werde im Gesetz neu festgehalten, dass die ausbezahlte Verbilligung höchstens den effektiv geschuldeten Krankenkassenprämien entsprechen dürfe.

Neu sollen Personen, die nach Abzug eines Freibetrages ein Vermögen von über 250'000 Franken (Ehepaare 500'000 Franken) aufweisen, keine Prämienverbilligung mehr erhalten. Bislang gab es keine Vermögensobergrenze, sodass Personen mit einem Vermögen von bis gegen eine Million Franken einen Anspruch auf eine Verbilligung geltend machen können, wenn sie ein sehr tiefes Einkommen haben.

sda