SCHWYZ: Kaum Beteiligung an Gefahrenkarte

Noch läuft das Mitwirkungsverfahren des Kantons zur Naturgefahrenkarte in einigen Gemeinden. Doch die Beteiligung bleibt bescheiden.

Sandro Portmann
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Der Zugverkehr in der Region Arth-Goldau ist durch Steinschläge bedroht und in der Gefahrenkarte eingezeichnet. (Bild Bert Schnüriger)

Der Zugverkehr in der Region Arth-Goldau ist durch Steinschläge bedroht und in der Gefahrenkarte eingezeichnet. (Bild Bert Schnüriger)

Seit Dezember 2012 besitzt der Kanton Schwyz eine aktuelle Naturgefahrenkarte. Seither läuft das Mitwirkungsverfahren in den Gemeinden. «Das Mitwirkungsverfahren ist etwa zu drei Viertel fertig», wie Daniel Bollinger vom kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren schätzt. Die Beteiligung sei eher klein.

Die Gefahr einschätzen

«In ländlichen Gemeinden ist die Mitwirkung grösser als in urbaneren Gegenden, da man sich auf dem Land mehr mit solchen Fragen auseinandersetzt und die Gefahren aus der Erfahrung auch eher bekannt sind», so Bollinger. Einwände hätten meist Personen, die seit Jahrzehnten am gleichen Ort wohnen und in dieser Zeit noch nie Gefahr von der Natur ausging. Für sie ist die abgebildete Gefahr unverständlich. Bollinger erklärt, warum die auf der Karte abgebildete Gefahr dennoch existiert: «Wir bilden auf der Karte auch Gefahren ab, die statistisch nur alle 300 Jahre stattfinden. Wenn jemand also seit 30 Jahren an einem Ort wohnt, ist die Chance gross, dass er bisher kein solches Ereignis erlebte», so Bollinger. Personen, die hingegen finden, dass die abgebildete Gefahr unterschätzt werde, seien die Ausnahme. Die Einwände werden von den zuständigen Behörden und den Büros, welche die Naturgefahrenkarte erstellt haben, geprüft. «Bei der Gefahrenbeurteilung gibt es auch immer einen gewissen Ermessensspielraum», so Bollinger. Die Einwände geben Gelegenheit, dies neu zu prüfen.

Noch läuft das Mitwirkungsverfahren in den Gemeinden Morschach, Küssnacht und Gersau. Bollinger schätzt jedoch, das im nächsten Jahr die Mitwirkung abgeschlossen werden kann.

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