SCHWYZ: Kein Tunnel für Autobahnzubringer

In Freienbach soll die neue Zubringerstrasse zur Autobahn durchs offene Gelände führen. Der Regierungsrat und der Gemeinderat haben sich gegen eine Tunnellösung ausgesprochen, weil diese mehr als vier Mal teurer wäre, aber kaum Vorteile bringe.

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Autobahnanschluss Halten in Freienbach: Der Kanton favorisiert die Lösung V2 ohne Tunnel. Eine Mehrheit der Beteiligten im Mitwirkungsprozess sprach sich für V4 und damit eine Tunnellösung aus. (Bild: Kanton Schwyz)

Autobahnanschluss Halten in Freienbach: Der Kanton favorisiert die Lösung V2 ohne Tunnel. Eine Mehrheit der Beteiligten im Mitwirkungsprozess sprach sich für V4 und damit eine Tunnellösung aus. (Bild: Kanton Schwyz)

Dies teilte das Schwyzer Baudepartement am Dienstag mit. Der neue Zubringer ist Voraussetzung dafür, dass der Bund den Autobahnanschluss Halten von einem Halb- in einen Vollanschluss ausbaut. Diese Massnahme soll dazu beitragen, die Strassenverkehrsprobleme in den Höfen zu beseitigen.

In einem Mitwirkungsprozess war zunächst einer Tunnelvariante gegenüber einer offenen Linienführung den Vorzug gegeben worden. Eine Expertenstudie zeigte dann auf, dass rein vom Verkehr her die beiden zur Diskussion stehenden Varianten ebenbürtig sind.

Preisdifferenz von 100 Millionen Franken

Gross sind die Unterschiede aber bei den Baukosten. Bei der offenen Linienführung wurden sie auf 30 Millionen Franken geschätzt, bei der Tunnellösung auf über 130 Millionen.

Der Schwyzer Regierungsrat und der Freienbacher Gemeinderat favorisieren deshalb die offene Linienführung. Diese habe ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, heisst es in der Mitteilung.

Ein Nachteil der offenen Linienführung ist, dass sie das Landschaftsbild mehr beeinträchtigt als die Tunnellösung. Das Vorprojekt, das nun ausgearbeitet wird, soll dies berücksichtigen und möglichst der Topografie angepasst werden.

Wie sich der Kanton und die Gemeinde Freienbach die Kosten für den Zubringer teilen, wird in den kommenden Monaten ermittelt. Die Kredite müssen von den Stimmbürgern Freienbachs und dem Kantonsrat genehmigt werden. (sda)