SCHWYZ: Keine Anzeichen für Verfehlungen im Internat

Die Kantonsschule Kollegium Schwyz und das Bildungsdepartement haben Vorabklärungen durchgeführt, um die Substanz der im Roman von Claude Cueni erhobenen Vorwürfe gegen die frühere Internatsführung zu überprüfen. Diese Vorabklärungen zeigen, dass kein Anlass für weitergehende Massnahmen besteht.

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Das Kollegium Schwyz vom Kirchturm aus gesehen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Kollegium Schwyz vom Kirchturm aus gesehen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Basler Schriftstelkler Claude Cueni hat in einem Schreiben an das Bildungsdepartement festgehalten, dass es nicht seine Absicht war, jemanden zu beschuldigen oder anzuklagen, dass er keine Erwartungen an den Kanton hege und dass es sich bei den 9 Seiten, die sich mit dem Kollegium Schwyz befassen, lediglich um eine kurze Episode seines 640 Seiten und 50 Jahre Zeitgeschichte umfassenden Romans handle. Damit sind auch die Grenzen zwischen Realität und Fiktion fliessend, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei des Kantons Schwyz vom Montag.

Keine Hinweise in den eigenen Akten

In den Akten des Kollegiums Schwyz konnten ebenfalls keine Hinweise auf Verfehlungen gefunden werden, die vertiefte Abklärungen als notwendig erscheinen liessen. Auch die Äusserungen von ehemaligen Schülern des Kollegiums Schwyz, die über Leserbriefe in den Regionalmedien oder in direktem Kontakt erfolgt sind, enthalten keine relevanten Vorwürfe oder Anschuldigungen. Zudem ist der Internatserzieher, der unter einem Pseudonym im Roman erwähnt wird, in der Zwischenzeit verstorben.

Schlussstrich unter unerfreuliche Episode

Aufgrund der Aussagen von Claude Cueni und der vorliegenden Fakten besteht für den Regierungsrat kein Anlass, weitere vertiefende Abklärungen oder gar eine Untersuchung einzuleiten. Er hofft, dass diese Angelegenheit, die zu unerfreulichen Schlagzeilen geführt hat, damit abgeschlossen werden kann.

Der Schriftsteller Claude Cueni hat in seinem autobiografischen Roman «Script Avenue» Vorwürfe gegen die frühere Internatsführung an der Kantonsschule Kollegium Schwyz geäussert. Cueni war in den Jahren 1973/74 während 14 Monaten Internatsschüler am Kollegium Schwyz. Seit dem Sommer 2001 führt die Kantonsschule Kollegium Schwyz kein Internat mehr.

pd/zim