SCHWYZ: Keine höheren Steuern für Topverdiener

Im Kantonsrat verlangte die CVP in einem Postulat, hohe Einkommen stärker zu besteuern. Der Verstoss scheiterte in der Debatte vom Mittwoch am Widerstand von SVP und FDP mit 48 gegen 41 Stimmen.

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Die SVP warnte, dass höhere Steuern die Top-Steuerzahler zu einem Wegzug aus dem Kanton Schwyz (im Bild Wollerau) veranlassen könnten. (Bild: Keystone)

Die SVP warnte, dass höhere Steuern die Top-Steuerzahler zu einem Wegzug aus dem Kanton Schwyz (im Bild Wollerau) veranlassen könnten. (Bild: Keystone)

Die CVP war der Ansicht, dass Steuererhöhungen zur Stabilisierung der Schwyzer Kantonsfinanzen kein Tabu sein dürften. Darum machte die Partei den Vorschlag, den maximalen Steuersatz für hohe Einkommensklassen von 3,65 auf 3,95 Prozent anzuheben. Die Regierung zeigte sich bereit, dies zu prüfen.

Im Kantonsrat sprach die CVP von einer moderaten Steuererhöhung, die die steuerliche Attraktivität des Kantons Schwyz nicht beeinträchtigen würde. Zustimmung fand das CVP-Postulat nur bei der SP.

SVP und FDP wollten nichts von der stärkeren Besteuerung von Reichen wissen. Bei der Sanierung der Kantonsfinanzen müsse die Senkung der hohen Staatsausgaben im Vordergrund stehen, sagte ein Sprecher der FDP. Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes könne allenfalls dann diskutiert werden, wenn eine Steuergesetzesrevision in den Rat komme.

Seitens der SVP sagten verschiedene Redner, dass der Kanton Schwyz zu den sehr guten Steuerzahlern Sorge tragen müsse. Schliesslich sei es diese Minderheit, die den grössten Teil der gesamten Steuern zahle. Die SVP warnte, dass höhere Steuern die Top-Steuerzahler zu einem Wegzug aus dem Kanton Schwyz veranlassen könnten. (sda)