SCHWYZ: Keine Klassenlehrerlektion für Kindergärtner

Das Regierungsrat antwortet auf eine Anfrage bezüglich der Ungleichbehandlung von Lehrpersonen auf der Kindergarten- und Primarstufe. Der Regierungsrat findet, dass die Lehrpersonen unterschiedlicher Arbeitsbelastung ausgesetzt sind und die bestehende Situation daher gerecht ist.

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Auf der Kindergartenstufe erhalten die Lehrpersonen keine zusätzliche Lektion für Klassenlehrertätigkeiten gutgeschrieben. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Keystone)

Auf der Kindergartenstufe erhalten die Lehrpersonen keine zusätzliche Lektion für Klassenlehrertätigkeiten gutgeschrieben. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Keystone)

Ab dem kommenden Schuljahr wird den Klassenlehrpersonen in Schwyz zusätzlich eine Lektion für die Tätigkeiten als Klassenlehrer angerechnet. In einer Anfrage an das Bildungsdepartement wollte Kantonsrat Armin Camenzind wissen, wieso diese Regelung für die Lehrpersonen auf Primar- und Sekundarstufe, aber nicht für den Kindergarten gilt. Weiter wollte er wissen, ob und wann der Regierungsrat dies ändern wolle.

Arbeitsbelastung entscheidend

Der Anfragesteller argumentiert, dass der Berufsauftrag für Kindergarten- und Primarlehrpersonen derselbe sei und daher auch für Kindergartenlehrpersonen mit Klassenlehrerfunktion diese zusätzliche Lektion gewährt werden sollte. Der Anfragesteller begründet dies mit dem im Schwyzer Kindergarten-Lehrplan 2001 festgehaltenen Berufsauftrag. Die aktuelle Situation stelle daher eine Ungleichbehandlung der Lehrpersonen auf verschiedenen Stufen dar.

Der Regierungsrat befindet einerseits, dass sich die Bezeichnung Berufsauftrag auf den systemischen Auftrag des Kindergartens bezieht und nicht auf die spezifische Tätigkeit einer Lehrperson. Andererseits argumentiert er, dass sich die Anrechnung einer Lektion für Klassenlehrer nach der effektiven Arbeitsbelastung richtet. Der Regierungsrat ist der Ansicht, dass sich die Arbeitsbelastung von Lehrpersonen im Kindergarten und in der Primarschule nach wie vor unterscheidet. Kindergärtnerinnen und Kindergärtner hätten eine geringere Anzahl Präsenzlektionen und den kleineren Nachbereitungsaufwand.

Der Regierungsrat sieht die neue Regelung daher nicht als Ungleichbehandlung und sieht keinen Handlungsbedarf. Er führt auch an, dass diese Sichtweise in der Vernehmlassung von 35 der 41 Vernehmlassungspartner geteilt wurde.

pd/spe